
Foto: Wolfgang Ehrecke / Pixabay
Kreis Germersheim – Die Geflügelpest breitet sich in Deutschland weiter aus, auch in Rheinland-Pfalz ist die Gefahr nicht gebannt.
Vor Kurzem wurde ein Fall in einer kleinen Haltung erfolgreich bekämpft. Tierhalter werden dringend dazu aufgefordert, ihre Tiere durch konsequente Biosicherheitsmaßnahmen zu schützen, so die Kreisverwaltung Germersheim.
Risiko durch Wildvögel hoch
Das Ansteckungsrisiko in Geflügelhaltungen wird vor allem durch den Kontakt mit Wildvögeln erhöht. Deshalb raten Experten, direkte und indirekte Begegnungen zwischen Haus- und Wildvögeln strikt zu vermeiden. So sollte Geflügel nicht im Freien gefüttert oder getränkt werden, um keine Wildvögel anzulocken. Auch das Überspannen von Freigehegen mit Netzen kann helfen, die Tiere zu schützen.
Symptome und Meldepflicht
Geflügelhalter müssen aufmerksam sein: Zeigen Tiere Symptome wie Schwäche, Atemnot, Gleichgewichtsstörungen oder einen starken Rückgang der Legeleistung, ist das Veterinäramt sofort zu informieren. Die betroffenen Tiere müssen veterinärmedizinisch untersucht werden. Haltungen, die bislang nicht registriert sind, müssen umgehend beim Veterinäramt gemeldet werden.
Ganzjähriges Risiko, besonders im Winter
Das Friedrich-Loeffler-Institut warnt, dass Wildvögel das Virus über weite Strecken verbreiten können. Zwar besteht das Risiko das ganze Jahr über, doch in den Wintermonaten ist es besonders hoch. Gegen die Viren gibt es keine Medikamente und bisher auch keine zugelassenen Impfstoffe.
Die Geflügelpest, auch Aviäre Influenza genannt, ist eine Viruserkrankung, die vor allem Wild- und Hausvögel betrifft. Besonders gefährlich sind die Subtypen H5 und H7, die schwere Krankheitsverläufe verursachen können. Wildvögel, vor allem Wasservögel, gelten als Hauptüberträger. Sie können das Virus auch während des Vogelzugs über große Entfernungen verbreiten.
Weitere Informationen
Checklisten und Risikobewertungen zur Geflügelpest sind auf der Webseite des Friedrich-Loeffler-Instituts (www.fli.de) zu finden. Eine Übersicht der Biosicherheitsmaßnahmen bietet die Kreisverwaltung Germersheim unter www.t1p.de/gsjsa. Für weitere Fragen steht das Veterinäramt unter veterinaeramt@kreis-germersheim.de zur Verfügung.
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