Mittwoch, 23. Oktober 2019

Fachkräfte arbeiten intensiver zusammen bei häuslicher Gewalt

13. Dezember 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

 

Foto: KV-GER

Germersheim – „Wenn es darauf ankommt, Kinder und Jugendliche zu schützen, müssen zahlreiche Menschen und Stellen zusammen funktionieren. Deshalb ist es wichtig, dass sich diese Fachkräfte regelmäßig in einer Netzwerkkonferenz treffen, auch um den direkten Kontakt zu pflegen“, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel bei seiner Begrüßung zur Netzwerkkonferenz „Kindeswohl und Kindergesundheit“ Ende November in Jockgrim.

 Thema der Konferenz war „Häusliche Gewalt und die Auswirkungen auf Kinder –professioneller Schutz durch die Zusammenarbeit im Netzwerk“. Rund 130 Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern in Kontakt stehen, nahmen die Einladung an.

Kommt es zu häuslicher Gewalt, werden verschiedene Stellen beteiligt. Entsprechende Fachinformationen steuerten daher Andreas Frey von der Polizeiinspektion Germersheim, Gerlinde Hauth vom Frauenhaus, Elke Koblenz vom Jugendamt, Werner Euchner vom Kinderschutzdienst und Rene Waltz und Anja Bischoff-Fichtner vom Interventionszentrum Südpfalz bei. Sie berichteten aus der Praxis und stellten gleichzeitig die Abläufe und Kooperationen im Netzwerk dar.

„Zudem berichtete das Interventionszentrum Südpfalz vom neuen Hilfsangebot für die Arbeit mit gewaltbelasteten Systemen. Dies ist bundesweit einzigartig und innovativ. Denn hier wird mit allen Familienmitgliedern zusammen und auch getrennt gearbeitet, um ein Leben ohne Gewalt zu lernen und einzuüben. Das Angebot kann von Familien genutzt werden, unbürokratisch und ohne Antrag beim Jugendamt“, erklärte Dietmar Seefeldt, Dezernent für Jugend und Soziales.

Viele Teilnehmer der Netzwerkkonferenz nutzten die Gelegenheit auch, um Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. „Wenn wir zusammenarbeiten, geht es oft um sensible Bereiche. Da ist es gut, wenn wir die Personen kennen, mit denen man gemeinsam Wege und Lösungen zum Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien erarbeitet“, weiß Annette Heck, Koordinatorin des Netzwerks Kindeswohl und Kindergesundheit.  (red)

 

 

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