
Fotos: Karls Hirsch – Fotostrecke am Textende
Hatzenbühl – Die erste Tabakernte 2024 am Hatzenbühler Tabakrundweg begann am 22. Juli mit dem traditionellen „Sandblätter brechen“.
Ernst Wünstel, Organisator und Mitglied der Interessengemeinschaft „Hatzenbühler Tabakrundweg“, hatte bereits am Wochenende zuvor seine Mitstreiter über das Vorhaben informiert, die reifen Sandblätter der Burley- und Geudertheimer-Tabakstöcke zu ernten.
Trotz unsicherer Wettervorhersagen fanden sich um 9:00 Uhr am Fliederweg zahlreiche freiwillige Helfer ein, darunter Gertrud Gruber, Karl Hirsch, Dieter Johner, Helmut Metz, Fritz Montillon sowie Ernst, Emi und Rudi Wünstel.
Gemeinsam unter den Tabakstauden
Mit einer alten Schubkarre bewaffnet machten sich die Helfer ans Werk. In gebückter Haltung „krochen“ sie unter die Tabakstauden und brachen die reifen Sandblätter vorsichtig ab. Dabei wurden die Blätter zunächst im Arm gesammelt, bis drei „volle Arme“ zu einer Bürde zusammengeführt und gebunden wurden. Die Bürden wurden dabei nach den Sorten Burley und Geudertheimer getrennt.

Foto: Karl Hirsch
Nach der Ernte in den fünf Parzellen entlang des Rundwegs ging es zum gemeindeeigenen Tabakschuppen. Dort wurden die Bürden mit einer alten Kläpper-Maschine zu Bandelieren eingefädelt, wobei einige Bürden auch von Hand eingefädelt wurden. Die fertigen Bandeliere wurden dann, wie in früheren Zeiten, mit der Rolle zu den oberen Stangen des Trockenschuppens gezogen und zum Trocknen aufgehängt.
Schautafel geplant
Je nach Witterung und Reifegrad der restlichen Tabakblätter wird es später im Jahr eine zweite Ernte geben. Zudem plant die Interessengemeinschaft, ein Foto der alten Schubkarre mit den Bürden für eine neue Schautafel zu verwenden, die die Geschichte der Transportmittel bei der Tabakernte am Hatzenbühler Tabakrundweg veranschaulichen soll.
Diese Tafel wird bald den Rundweg bereichern und Interessierte über die Tradition und den Ablauf der Tabakernte informieren.

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