Dienstag, 30. November 2021

Erste bundesweite Zoo-Jugendspiele: Hollstein: „Kinder früh für Artenschutz sensibilisieren“

27. Mai 2015 | Kategorie: Allgemein, Landau

Ministerin Höfken(Mitte), Zodirektor Dr. Heckel und Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein mit Vertretern der teilnehmenden Klassen.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Umweltministerin Ulrike Höfken eröffnete heute (27. Mai) als Schirmherrin die bundesweit ersten Zoo-Jugendspiele in Landau. Warum zählt der Sibirische Tiger zu den bedrohten Tierarten? Wie können wir in Rheinland-Pfalz zum Schutz des Weißstorchs beitragen? Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Artenvielfalt stellen sich die jungen Teilnehmer heute und morgen.

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel begrüßte unter vielen Ehrengästen auch Dr. Gudrun Hollstein, die „herausragende Zooschulleiterin, Erfinderin und Organisatorin der Spiele“.

Die Grundidee basiert auf Waldjugendspielen. „Warum sollten nicht auch Zoos einen besonderen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten?“ hatte sich Hollstein gefragt. „Wir beginnen in diesem Jahr mit rund 400 Kindern aus 20 Klassen – vielleicht kommen nächstes Jahr die Zoos in Heidelberg und Neunkirchen dazu?“ so Hollstein. Deren Vertreter waren jedenfalls zur Eröffnung der Spiele angereist.

Warum gerade Grundschulklassen mit dem Thema Artenvielfalt angesprochen werden können, erläuterte die Pädagogin natürlich auch. „Es ist bekannt, dass Grundschulkinder ein besonderes Interesse an Tieren haben. Sie sind leicht zu motivieren, etwas zu tun“.

Die Kinder durchlaufen heute und morgen 10 Stationen und testen ihr Wissen, das sie sich zum Thema angeeignet haben.

Wie wichtig die Zooarbeit mit Kindern ist zeige Umweltministerin Höfkens Besuch heute, sagte OB Schlimmer.

„Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten ist unser größter Schatz. Nur was wir kennen, können wir auch schützen. Deshalb ist das Wissen über die grundlegende Bedeutung der biologischen Artenvielfalt so wichtig“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken zum Start der Spiele.

Sie verwies auf den aktuell vom Bundesamt für Naturschutz vorgelegten Artenschutz-Report, wonach ein Drittel der auf den Roten Listen aufgeführten Tier- und Pflanzenarten in ihrem Bestand gefährdet sei.

„Zoos sind weit mehr als Erholungs- und Freizeiteinrichtungen. Sie sind auch Naturschützer, Lehrer und Wissenschaftler, die ihren Besuchern Wissen über die biologische Artenvielfalt vermitteln“, betonte Ministerin Höfken. Sie wies darauf hin, dass sich in Deutschland jährlich 60 Millionen Menschen in Zoos von heimischen und exotischen Tieren faszinieren lassen. „Mit seiner inzwischen 21 Jahre alten Zooschule wird der Zoo Landau seiner Verantwortung für den Natur- und Artenschutz in vorbildlicher Weise gerecht“, sagte Höfken.

Sie betonte, dass die Zooschule von den Vereinten Nationen bereits zum fünften Mal als Projekt zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde. Insbesondere hob die Ministerin die Kooperation des Zoos mit der Universität Koblenz-Landau hervor: „Auch an den Zoo-Jugendspielen beteiligen sich angehende Lehrerinnen und Lehrer und können dabei lernen, komplexe Umweltthemen an Kinder zu vermitteln.“

Höfken bedankte sich bei den Organisatoren und wünschte den Teilnehmern viel Freude und Erfolg: „Ich wünsche mir, dass sich die Zoo-Jugendspiele wie die Wald-Jugendspiele dauerhaft etablieren werden und Rheinland-Pfalz damit seine Vorbildfunktion in Sachen Umweltbildung weiterhin erfüllen kann.“  (red/desa)

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