
V.li.: Bettina Schreiber, Landrätin Dr. Susanne Ganster, DRK-Geschäftsführer Jürgen See, Landrat Dietmar Seefeldt, Cosima Fu.
Foto: KV GER
Im Jahr 2022 leistete die DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH mit über 300 Mitarbeitern 79.871 Einsätze, bei denen mit den Rettungsfahrzeugen insgesamt 2,35 Millionen Kilometer zurückgelegt wurden.
Da muss man natürlich entsprechend ausgerüstet sein. Und so konnten Mitte Mai für die Einsatzbereiche und für die Rettungswache Herxheim ein neuer Notfall-Krankenwagen auf der Basis des Modells Mercedes Benz Sprinter mit Sonderausbau in Betrieb genommen werden.
Die neuen Fahrzeuge wurden mit einem Kofferaufbau durch die Firma System Strobel (Aalen) versehen und entsprechend dem einheitlichen RTW-Konzept Rheinland-Pfalz ausgestattet. Dieses sieht vor, dass in allen Rettungswagen der Ausbau und die Einrichtung der Schränke und Schubladen identisch sind und sich somit auch Ärzte und Notfallsanitäter aus anderen Bereichen in Rheinland-Pfalz sofort in diesen Fahrzeugen zurechtfinden.
Im Großschadensfall sowie in anderen Rettungsdienstbereichen ermöglicht dies ein effizientes Arbeiten für die Mitarbeitender und eine optimale Versorgung der Betroffenen.
Die medizinische Ausstattung der neuen Fahrzeuge entspricht dem neuesten Stand der Notfallmedizin. Alle Fahrzeuge sind mit überlebensnotwendigen Geräten ausgestattet, wie etwa einem mobilen Absauggerät, einer Beatmungseinheit oder einem 12-Kanal-EKG-Gerät nebst Defibrillator. Des Weiteren können über Telemedizin alle wichtigen Untersuchungsergebnisse bereits vorab an die versorgende Klinik übermittelt werden, was zum einen wichtige Zeit spart und sich das Klinikpersonal zum anderen bereits auf den eintreffenden Patienten vorbereiten kann.
Für eine nachhaltige Reduzierung der körperlichen Belastung im Rettungsdienst sorgen in allen neuen Fahrzeugen elektrohydraulische Fahrtragen. Die Kosten pro Tragesystem liegen bei rund 38.000,00 Euro.
„Die Einführung dieser modernsten Rettungswagen mit diesen neuen Tragesystemen stellt im Rettungsdienst eine Art Zeitenwende dar“, betonte Geschäftsführer Jürgen See. Er führte weiter aus, dass das DRK in der Südpfalz in diesem Jahr insgesamt neun dieser Tragesysteme einführen will und damit dann mit elf dieser Tragesysteme landesweit eine Spitzenposition zur Umsetzung dieser Technik einnehmen werde.
Die Geschäftsführung und die Leitung Rettungsdienst machen sich seit Jahren stark für eine Kostenanerkennung dieser Systeme und freuen sich vor allem für die Belegschaft, welche davon enorm profitieren wird.
Die Beschaffung der Fahrzeuge hingegen erfolgt über eine 100-prozentige Bezuschussung der Krankenkassen. Die Gesamtkosten pro Fahrzeug ohne medizinische Ausstattung und Tragesysteme belaufen sich auf rund 157.000,00 Euro.
Die Vorgängerfahrzeuge verbleiben teilweise im Fuhrpark der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH und werden als Reservefahrzeuge vorgehalten.
In einem kurzen Grußwort dankten Landrätin Dr. Ganster und Landrat Seefeldt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH für ihren vorbildlichen Einsatz zum Wohle der Bürger und lobten das hohe Ausstattungsniveau in der Südpfalz.
„Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich mit den neuen Einsatzfahrzeugen allzeit unfallfreie Fahrt. Mögen Sie in jedem Fall immer rechtzeitig vor Ort sein und die erforderliche Hilfe leisten können“, betonen Landrätin Susanne Ganster (Kreis Südwestpfalz) als Behördenleiterin der Zuständigen Rettungsdienstbehörde und Landrat Dietmar Seefeldt als Aufsichtsratsvorsitzender der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH bei der Schlüsselübergabe, die sie gemeinsam dem Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH, Jürgen See vornahmen.
INFO DRK
Die DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH betreibt den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst einschließlich der Krankentransporte in den Städten Landau, Pirmasens und Zweibrücken und den Landkreisen Germersheim, Südwestpfalz und Südliche Weinstraße.
Durch den Betrieb der Rettungswachen Annweiler, Bad Bergzabern, Bundenthal einschließlich des Notarztstandortes Dahn, Edenkoben, Germersheim, Hauenstein, Herxheim, Kandel, Landau, Maximiliansau, Pirmasens, Rodalben, Weselberg und Zweibrücken wird in einem Gebiet von 2.271 km² für rund 460.000 Bürgern eine optimale Versorgung für Kranke und Verletzte gewährleistet.
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