Sonntag, 25. Oktober 2020

Die Sportstadt Landau in Zeiten von Corona: OB Hirsch lud zum „Presseempfang light“

Vereinseigene Sporthalle des Turnvereins 1861 im ASV Landau ermöglicht professionelles Training

1. Oktober 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Oberbürgermeister Thomas Hirsch blickte beim Presseempfang auf die Sportstadt Landau in Zeiten von Corona.
Quelle: Stadt Landau

Landau. Außergewöhnliche Zeiten, außergewöhnliche Formate: Statt des klassischen Presseempfangs, der sonst einmal im Jahr dem Austausch zwischen Presse und Verwaltung dient, lud Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch im Corona-Jahr 2020 jetzt zum „Presseempfang light“.

Der Corona-konforme Termin fand in der neuen „Halle für alle“ statt, dem Großprojekt des Turnvereins 1861 im ASV Landau. Die vereinseigene Mehrzweckhalle auf modernstem Topniveau ermöglicht es Turnern sowie  Leichtathleten seit wenigen Wochen, „indoor“ ihren Sport auszuüben.

OB Hirsch zeigte sich begeistert vom Engagement des Vereins um die Vorsitzenden Hans-Peter Hertel, Dr. Mark Lugenbühl und Mona Pittner: „Der Turnverein 1861 im ASV Landau hat in den zurückliegenden Jahrzehnten eine große sportliche und gesellschaftliche Aufgabe erfüllt und sich um den Leistungs-, Breiten- und Freizeitsport in unserer Stadt verdient gemacht.

Mit seinem in Rheinland-Pfalz seit fast einem Jahrzehnt einzigartigen Projekt eines vereinseigenen Hallenneubaus geht er nun einen wichtigen Schritt in eine erfolgsversprechende Zukunft – und legt damit einmal mehr Ehre für die Sportstadt Landau ein. Dafür meinen herzlichen Dank!“

Vereinsvorsitzender Hertel ist stolz auf die erbrachte Leistung: „Viele Stunden in Eigenleistung waren für die Umsetzung unseres Herzensprojekts nötig. Doch der Schweiß und die Ausdauer haben sich gelohnt. Mit der neuen Halle verfügen wir nun über eine tolle Grundausstattung für ein professionelles Training mit den Schwerpunkten leistungsorientiertes Turnen, Leichtathletik und Trampolin.“

In der neuen Halle stehen den Sportlern u.a. sämtliche Turngeräte in mehrfacher Ausführung, eine mit Schaumstoff gefüllte Landegrube, auch „Schnitzelgrube“ genannt, eine Hochsprunganlage, drei je 56 Meter lange Indoor-Laufbahnen und eine Indoor-Stabhochsprunganlage zur Verfügung.

„Letztere ist ein absolutes Highlight“, erläutert Dr. Mark Lugenbühl, als aktiver Sportler selbst Deutscher Meister im Stabhochsprung. „Davon gibt es in Deutschland nicht sehr viele Exemplare, besonders nicht in Vereinsbesitz.“

Für sein außergewöhnliches Engagement wurde der Turnverein 1861 im ASV Landau in diesem Jahr bereits mit dem städtischen Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Als Preisträger ist der TV automatisch auch für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises nominiert. Abstimmen für den Landauer Verein geht noch bis zum 27. Oktober unter www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis.

Beim Corona-konformen Stehempfang in der neuen Trainingshalle ging OB Hirsch auch auf die allgemeine Situation im Krisenjahr 2020 ein – besonders mit Blick auf den Sport in der Südpfalzmetropole.

„Seit Beginn des neuen Schuljahres darf in den städtischen und vereinseigenen Hallen in Landau wieder Schul- und Vereinssport getrieben werden.

Es ist wichtig, dass wir den Menschen und hier ganz besonders den Kindern und Jugendlichen wieder die Möglichkeit geben können, ihren Sport auszuüben und sich zu bewegen.

Klar ist aber auch: Wir als Stadt wie auch die Vereine tragen eine große Verantwortung, um die Infektionsgefahr für die Sporttreibenden zu minimieren.“ Beim Sport würden sehr viele Aerosole in die Raumluft abgegeben, so der OB weiter. Daher sei u.a. eine ausreichende Lüftung, wie im Hygienekonzept für die Nutzung der Sporthallen vorgeschrieben, zwingend erforderlich.

Mit Blick auf die kälter werdende Jahreszeit allgemein sagte der OB: „Der Herbst ist da und die Infektionszahlen steigen. Unsere medizinischen Versorgungsstrukturen sind darauf vorbereitet; wir wollen und müssen das öffentliche Leben in unserer Stadt weiter aufrechterhalten.

Die neue „Halle für alle“ des Turnvereins 1861 im ASV Landau war in diesem Jahr Schauplatz des städtischen „Presseempfangs light“.
Quelle: Stadt Landau

Wenn sich jetzt wieder mehr nach drinnen verlagert, brauchen wir noch mehr die Mitwirkung aller, denn in Räumen, die nicht gut belüftet sind, steigt die Ansteckungsgefahr. Mehr denn je müssen nun die Abstands- und Hygieneregeln gelten – und regelmäßiges Lüften ist ebenso wichtig, nicht nur im Sport.“

Den „Presseempfang light“ nutzte der OB aber auch, um den Blick auf die immer besser werdende Situation für den Sport in der Südpfalzmetropole Landau zu lenken: „Mit dem Bau der Sporthalle West dürfen wir uns über die «beste Hallensituation ever» in unserer Stadt freuen; dazu kommen der direkt angrenzende neue Kunstrasenplatz und die Aussicht auf eine Bundesförderung für die Neugestaltung des Horstringsportplatzes.“

Und auch die Sanierung des Stadions werde schnellstmöglich angegangen, ergänzte der Stadtchef den Blick auf die Sportanlagen – während der anstehende Rückbau der Süwega-Halle zusätzliche, innenstadtnahe Parkflächen bringen werde.

Zudem verriet der Stadtchef beim Termin in der neuen Halle auch, dass eine Entscheidung für den Umgang mit dem „Erbe“ einer alten Halle unmittelbar bevorstehe: In den nächsten Wochen soll sich laut Hirsch klären, ob sich die Stadt beim Rundsporthallen-Areal selbst engagiere oder ob und inwieweit das Gelände an den Markt gehe.

Der entsprechende Bebauungsplan, der u.a. Baurecht für eine Wohnbebauung schaffen wird, werde voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Im Rahmen der Haushaltsberatungen könnte zum Umgang mit dem rund 6.600 Quadratmeter großen Areal eine Entscheidung fallen.

Der OB sieht dabei das große Ganze: „Wir werden in diesem Bereich dann ein Sportzentrum samt neuer Halle, Kunstrasenplatz, Stadion und Freibad haben, aber auch neue Wohnungen unterschiedlicher Ausprägung mit einem hervorragenden Anschluss an die Innenstadt und an das Verkehrsnetz durch die zukünftige Mobilitätsstation am Westbahnhof.“

„Vieles fügt sich so Stück für Stück zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur zusammen“, reagierte der OB auch auf Kritik über viele Baustellen und daran, dass nicht alles immer sofort optimal ineinandergreife. Aber da sei es wie im „richtigen Leben“: Man müsse die eine oder andere Herausforderung bewältigen, damit alles gut werden könne, ist der OB zuversichtlich.

Eines der Highlights der neuen „Halle für alle“: Die sogenannte Schnitzelgrube.
Quelle: Stadt Landau

 

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