Landau. Ein großes Medienaufgebot aus ganz Rheinland-Pfalz bot die große Eröffnungspressekonferenz auf dem Landesgartenschaugelände.
Die Medienvertreter bekamen Gelegenheit, noch einmal kurz vor der Eröffnung mit dem Landesgartenschau-Express eine kleine Tour durch das Gelände zu unternehmen und an exponierten Stellen wie dem großen, 25 Meter hohen EnergieSüdwest-Aussichtsturm Halt zu machen. Hier hat man einen tollen Blick über das ganze Gelände bis hin zum Pfälzerwald.
Auch das sich anschließende große Sportareal mit Fußball, Basketball, Dirtbike und Sporthalle konnten die Presseleute unter die Lupe nehmen. Im Spiel- und Freizeitcampus wird Bewegung groß geschrieben: Egal ob Fußball, Basketball, Skateboarding oder Slacklining – die Sport- und Freizeitmöglichkeiten für die Besucher sind ausgesprochen vielfältig.
Neun Tage vor der Eröffnung ist die Landesgartenschau Landau bereit für die Besucher. Die Bauarbeiten sind fast vollständig abgeschlossen. Die Gärtner sind fleißig bei der Arbeit und auch das Wetter scheint auf die Eröffnung hin zu arbeiten. Es herrscht gespannte Erwartung und auch Erleichterung: Man befindet sich sowohl im zeitlichen wie auch finanziellen Rahmen, wie die Verantwortlichen, Geschäftsführer Matthias Schmauder und Prokuristin Karin Bommersheim betonen.
Natürlich ist auch Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer die Vorfreude auf die bevorstehende Eröffnung der Landesgartenschau anzumerken: „Landau hat sich im Rahmen der Vorbereitung auf die Landesgartenschau umfassend verändert. Der Imagegewinn für die Stadt ist gewaltig und strahlt in die gesamte Region hinaus“, so das Landauer Stadtoberhaupt.

Matthias Schmauder, Christine Ludt (Geschäftsführerin Vinothek), MInisterin Höfken, Karin Bommersheim und OB Schlimmer (v.l.) in der Vinothek Südliche Weinstraße.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Mit Gelassenheit und Hartnäckigkeit sei man vorgegangen: „Wir haben die Dinge abgearbeitet“. Schlimmer bezog sich dabei auf Vorgänge wie die Kampfmittelräumung oder auch die Geothermie-Problematik. Insgesamt sei die Landesgartenschau für Landau und deren Stadtentwicklung ein Glücksfall, freut sich Schlimmer.
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken betonte die nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen von Gartenschauen, wie sie auch bei der gerade in Trier zu Ende gegangenen Schau deutlich wird: „Die Landesgartenschau in Landau ist viel mehr als eine Gartenbauausstellung. Sie ist ein Motor für die nachhaltige Regionalentwicklung in der Südpfalz und wird weit über die Veranstaltung hinaus wirken“, sagte die Politikerin. Als größte Landesveranstaltung des Jahres setze sie Zukunftsimpulse für Wirtschaft, Infrastruktur, Stadtnatur und Lebensqualität. Auf den ehemaligen Militärflächen der Kaserne „Estienne et Foch“ entsteht ein attraktives Stadtquartier mit 900 Wohnungen und 300 neuen Arbeitsplätzen. „Diese Entwicklung wäre ohne die Landesgartenschau in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen“, so die Ministerin.
Mit insgesamt 27 Millionen Euro hat die Landesregierung das Großprojekt unterstützt. Durch die Bündelung der Fördermittel wurde ein Konjunkturprogramm für die Region geschaffen, das schon jetzt Einnahmen und Investitionen von insgesamt 200 Millionen Euro generiert hat. Höfken begrüßte den parteiübergreifenden Willen, die Landesgartenschauen in Rheinland-Pfalz fortzuführen: „Über die Zukunft der Landesgartenschauen wird der Ministerrat vor dem Hintergrund der Schuldenbremse entscheiden“, erklärte sie.
Voraussetzung für eine Neuauflage sei ein überarbeitetes Konzept, in das auch die Erfahrungen aus den vergangenen Landesgartenschauen und die Anregungen des Landesrechnungshofes einfließen sollen.
Das Land selbst wird sich bei der Landauer LGS mit diversen Themenbereichen beteiligen. Tage der Ausbildung in grünen Berufen, steht da auf dem Programm oder „Tag des Wassers“, Umweltpreis, Aktionstag „Ernährung“ oder Grünes Klassenzimmer um nur einige attraktive Präsentationen zu nennen.
Landesgartenschaugeschäftsführer Matthias Schmauder ist zufrieden: „Wir haben jede Hürde gemeistert und freuen uns nun sehr auf die bevorstehende Eröffnung des Geländes in etwas mehr als einer Woche. Die Gartenschau ist sehr gut aufgestellt und wir sind nicht nur im Zeitplan, sondern werden auch die Kosten einhalten.“ Die Gesamtkosten belaufen sich auf 35 Millionen Euro; der Durchführungshaushalt beträgt 13 Millionen.
Auf einer Fläche von 27 Hektar laden rund 1.000 Bäume, 4000 Quadratmeter weitläufige Wechselflorflächen und ein großer Wassergarten zum Verweilen ein. Die gesamte Palette gärtnerischen Könnens erlebt der Besucher bei 10 Gartenkabinetten mit verschiedenen Themenkreisen.
Neben farbenfrohen Blumenlandschaften, exotischen Themengärten und sportlichen Herausforderungen für Groß und Klein erwartet die Besucher der Landesgartenschau ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit mehr als 2.000 Einzelveranstaltungen.
Während sich Opernfreunde unter anderem auf Carl Orffs Carmina Burana freuen können, kommen Anhänger moderner Musik bei Konzerten von Elaiza und der Münchener Freiheit auf ihre Kosten. Am 26. Juli bringt der Südwestrundfunk bei der SWR4-Schlagernacht mit Semino Rossi, Michelle, voXXclub sowie Ute Freudenberg und Christian Lais die Stars der Unterhaltungsmusik auf die Sparkassen-Bühne.
Landesgartenschau-Marketingleiterin Karin Bommersheim ist vom Veranstaltungsprogramm überzeugt: „Das vielfältige Programm wird die Landesgartenschau mit noch mehr Leben füllen und für 185 Tage voller Abwechslung sorgen“. Erwartet werden mehr als 600.000 Besucher während des halben Jahres. (desa/red)

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