
Leidenschaftlich und berührend: Die Geschichte vom „Phantom der Oper“.
Foto: © istock.com/Andrew Cribb
Manchmal schreibt der Zufall die besten Geschichten: Als der Komponist Sir Andrew Lloyd Webber in den 1980er-Jahren in einem New Yorker Antiquariat stöberte, ahnte er nicht, dass er den Grundstein für einen Welterfolg in den Händen hielt.
Es handelte sich um den Roman „Das Phantom der Oper“ von Gaston Leroux, der ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte in der Zeitung Le Gaulois abgedruckt worden war.
Lloyd Webber inspirierte die Geschichte um einen düsteren Mann mit Maske zu einer seiner bekanntesten Bühnen-Kompositionen.
1990 feierte das Musical „Das Phantom der Oper“ in Hamburg seine Deutschlandpremiere. In der Hauptrolle sang Star-Tenor Peter Hofmann. Von nun an gab es kein Halten mehr. Das Stück boomte.
Bis heute fasziniert es Jung und Alt und lockt jährlich tausende Besucher in die Zuschauerreihen, seit neustem in Oberhausen.
Erfolgreichste Bearbeitung
Andrew Lloyd Webber war nicht der einzige, der sich von der Geschichte zu einer Bearbeitung hinreißen ließ. Mehrfach wurde sie verfilmt.
Doch gilt das Musical bis heute als die populärste Variante. In 27 Ländern wurde es aufgeführt. Mehr als 130 Millionen Zuschauer verfolgten das dramatische Pop-Märchen live.
Hinzu kommen zahlreiche Tonträger, die über den Ladentisch gingen. Damit ist „Das Phantom der Oper“ das erfolgreichste Musical aller Zeiten.
Im Zentrum der Dreiecksgeschichte, die 1881 in den Katakomben der Pariser Oper spielt, steht das Chormädchen Christine. Aus blinder Liebe entführt das Phantom sie in seine verborgene Welt und verhilft ihr durch Magie zu einer fantastischen Stimme.
Christine wird zum Star. Im Gegenzug fordert der Masken-Mann ihre Liebe ein. Sein entstelltes Gesicht hat er hinter einer Maske verborgen.
Zwischen zwei Männern
Christine erliegt seinem Charme und folgt ihm zunächst in sein unterirdisches Reich, doch auch in der irdischen Welt gibt es einen Mann, der um sie wirbt: Raoul, Vicomte de Chagny.
Er möchte sie retten und so entbrennt eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, die um Christines Herz werben und bereit sind, erbittert darum zu kämpfen.
Nicht nur die prachtvollen Kostüme und ein opulentes Bühnenbild, sondern vor allem die Musik ist es, die das Musical zu einem unvergesslichen Spektakel werden lässt.
Das Titelstück „Das Phantom der Oper“ geht schon unter die Haut, sobald die ersten Takte der prägnanten Orgelmusik einsetzen. Hinzu kommen Ohrwürmer wie „Denk an mich“, „Engel der Muse“ oder die berühmte „Musik der Nacht“.
Neuer Aufführungsort: Oberhausen
Vielfach war das Musical in der Metropole Hamburg zu sehen. Seit dem Herbst 2015 hat es mit Oberhausen einen neuen Aufführungsort mitten im Ballungszentrum Ruhrgebiet gefunden.
Mindestens bis August 2016 wird es dort im Stage Metronom Theater am CentrO Oberhausen aufgeführt. Weitere Informationen, Termine und Tickets finden sich hier.
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