Freitag, 03. April 2020

Corona-Testzentrum verdoppelt Kapazitäten – Landräte und OB appellieren: „Keine Tests aus reiner Vorsicht!“

18. März 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Regional

Fotos: Rolf H. Epple

Südpfalz/Landau – Das am Mittwoch in Betrieb genommene Corona-Testzentrum auf dem Alfred-Nobel-Platz (Neuer Messplatz) in Landau wird stark nachgefragt (wir berichteten).

Mit zwölf Personen haben die DRK Kreisverbände Landau und Südliche Weinstraße ehrenamtliches Fachpersonal gestellt. Am ersten Tag wurden rund 160 Personen getestet. Es laufen Planungen, um die Kapazitäten mit Ehrenamtlichen schnellstmöglich auszuweiten, denn der erste Tag verlief wegen des Ansturms etwas chaotisch – verständlich, denn die Situation ist vollkommen neu. Der „Betrieb“ solle „zeitnah“ an die Hausärzte und die Kassenärztliche Vereinigung übertragen werden, teilte die Kreisverwaltung mit.

Die Landräte Dr. Fritz Brechtel und Dietmar Seefeldt und Oberbürgermeister Thomas Hirsch weisen nochmals darauf hin: Wer sich hier testen lassen will, benötigt dafür zwingend eine sogenannte Laborüberweisung von einem Arzt, etwa dem Hausarzt. Die Überweisung muss im Original vorliegen, Screenshots auf Handys etc. werden nicht akzeptiert. Die Behördenleiter appellieren an die Bürger: „Lassen Sie sich nicht aus reiner Vorsicht testen. Die Kapazitäten reichen ansonsten nicht aus und tatsächlich bereits erkrankte Personen haben möglicherweise das Nachsehen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Die ausstellenden Ärzte sind angewiesen, die RKI-Richtlinien (Robert-Koch-Institut) anzuwenden, anhand derer beurteilt wird, ob eine Beprobung gemacht werden soll. Auf dem Schein sollte zudem die Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse der Patienten vermerkt sein. Mit der Überweisung kann dann die Teststation auf dem Neuen Messplatz mit dem Auto angefahren werden. Zusätzlich zum richtigen Überweisungsschein muss zur Identifikation ein Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden.

Kapazität verdoppelt

Getestet wird von 16 bis 20 Uhr mit zwei Testspuren für Autos. Die Kapazität wurde somit verdoppelt.  Parken kann man in einem abgesperrten Bereich auf dem Messplatz. Ist der Parkplatz voll, kann es sein, dass man wieder zurückgeschickt ist, denn dann ist die Kapazität des Testcenters erreicht.

Für den Abstrich qualifizieren sich ausschließlich Patienten mit respiratorischen (Atmung) Symptomen, z.B. Husten und Fieber, die entweder nachweislich Kontakt zu einem SARS-CoV-2 positiv getesteten Patienten hatten oder die Symptome aufweisen und aus einem Risikogebiet in die Südpfalz zurückgekehrt sind. Die Rückkehr darf nicht länger als 14 Tage zurückliegen.

Die Kreischefs und der OB betonen: „Das interkommunale Diagnosezentrum ist ein wichtiger Baustein, um die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie die Kliniken zu entlasten und damit die Infrastruktur in der Südpfalz zu sichern. Um die Kapazitäten auszuweiten und die große Nachfrage zu bewältigen, laufen bereits Planungen, eine zweite Linie einzurichten, in der die Abstriche parallel durchgeführt werden können. Unser großer Dank gilt allen Beteiligten sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.“

Um die Verkehrssituation rund um das Diagnosezentrum zu optimieren, ist die Zufahrt zur Teststation ab sofort nur noch aus östlicher Richtung über die Lise-Meitner-Straße möglich. Die Ausfahrt erfolgt über die Marie-Curie-Straße. Die Zufahrt von der Johannes-Kopp-Straße in die Lise-Meitner-Straße wird gesperrt. Ein Ausfahren von der Lise-Meitner-Straße in die Johannes-Kopp-Straße bleibt weiterhin möglich, ebenso der Verkehr in der Lise-Meitner-Straße selbst. Die neue Verkehrsführung ist entsprechend ausgeschildert.

 

 

 

 

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