
Bild: Alois Wintergerst
Edenkoben. Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin äußert sich die CDU Edenkoben zu den Ergebnissen und zu Entwicklungen im Umfeld der Berliner Linken.
Michael Hilschmann von der CDU Edenkoben erklärte, man respektiere die demokratische Entscheidung der Berlinerinnen und Berliner. Gleichzeitig sehe man bestimmte Entwicklungen mit Sorge und erwarte von Parteien mit Regierungsanspruch klare Antworten zu Antisemitismus, innerer Sicherheit und dem Umgang mit organisierter Kriminalität.
Besonders thematisiert wurden der Auftritt von Issa Remmo bei einer Wahlparty der Berliner Linken sowie dessen Kontakt zum Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak. Hilschmann betonte, dies sei kein Beleg für Verbindungen der Partei zur organisierten Kriminalität.
Dennoch fordere man eine transparente Aufklärung und eine klare Abgrenzung von kriminellen Strukturen. Antisemitische oder israelfeindliche Positionen im Berliner Landesverband verurteile man entschieden und erwarte eine eindeutige Klarstellung.
„Antisemitismus darf niemals verharmlost werden – ganz gleich, aus welchem politischen oder gesellschaftlichen Umfeld er kommt“, so Hilschmann.
Erinnerungskultur vor Ort
Die CDU Edenkoben verweist auf eigene Aktivitäten zur Erinnerungskultur. Am 23. Juni 2026 wurden in Edenkoben erstmals Stolpersteine für Menschen verlegt, die während der NS-Zeit verfolgt, vertrieben und ermordet wurden.
Schüler sowie Jugendliche beschäftigten sich dabei mit den Lebensgeschichten der Opfer. Die Pflege des jüdischen Friedhofs wurde 2026 mit mehreren Arbeitseinsätzen fortgesetzt. Der CDU-Vorsitzende Norbert Lingenfelder erklärte dazu: „Es war uns ein tiefes Anliegen, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sichtbarer und verständlicher zu gestalten.
Mit der neuen Hinweistafel wird der historische Kontext erklärt und die Erinnerung für kommende Generationen lebendig gehalten.“Hilschmann ergänzte, Stolpersteine und gepflegte jüdische Grabstätten machten die Geschichte der Menschen sichtbar, die einst in der Stadt gelebt hätten. Wer ihre Namen und Schicksale bewahre, übernehme Verantwortung und trete Antisemitismus in der Gegenwart entgegen.
Forderung nach klaren Standards
Zur inneren Sicherheit erklärte Hilschmann, organisierte Kriminalität dürfe keinen Raum in politischen oder gesellschaftlichen Netzwerken erhalten. Polizei und Sicherheitsbehörden bräuchten politische Rückendeckung und klare Rahmenbedingungen.
Der Besuch eines bekannten Clan-Mitglieds auf einer Wahlparty sei zwar kein Beleg für eine politische Verbindung, gebe aber Anlass, genau hinzusehen und Transparenz einzufordern. Ebenso müsse die Auseinandersetzung mit Antisemitismus innerhalb einer Partei konsequent geführt werden.
Die CDU Edenkoben positioniert sich nach Angaben von Michael Hilschmann mit den Grundsätzen: Kein Antisemitismus, keine Nähe zu organisierter Kriminalität, keine politischen Doppelstandards sowie eine Erinnerungskultur, die aus der Geschichte Verantwortung für die Gegenwart ableite.
„Stolpersteine und jüdische Grabstätten erinnern daran, dass die Opfer der NS-Verfolgung keine abstrakten Zahlen waren. Sie waren Nachbarn, Geschäftsleute, Kinder, Eltern und Bürger unserer Städte. Wer ihre Namen bewahrt, bewahrt ein Stück gemeinsamer Geschichte. Und wer diese Geschichte ernst nimmt, muss Antisemitismus und Ausgrenzung heute entschieden entgegentreten“, erklärte Hilschmann.
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