
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Bundeswehr will ihre Infanteristen aufrüsten doch der Soldat der Zukunft wird wohl eine rare Spezies bleiben.
Die veranschlagten 570 Millionen Euro reichen nur aus, um ungefähr jeden 20. Heeressoldaten mit vernetztem Rucksackcomputer, Nachtsichtbrille „Lucie“, Helmdisplay und lautloser Funkkommunikation auszustatten.
Laut eines vertraulichen Berichts des Verteidigungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages kosteten Entwicklung, Erprobung und Praxistests des „Infanteristen der Zukunft Erweitertes System“ bereits 211 Millionen Euro, schreibt der „Spiegel“.
Der Auftrag ging 2006 an ein Tochterunternehmen des Rüstungskonzerns Rheinmetall, doch das Unternehmen lieferte erst 2012 die ersten Hightech-Ausstattungen, denn es musste erheblich nachbessern. So war „ein in die Kleidung integriertes ABC-Schutzsystem nicht realisierbar“, der Soldat hätte sich offenbar kaum bewegen können.
Das Projekt sei „ein einziges Konjunkturprogramm für Rheinmetall auf Kosten des Steuerzahlers und ein Fall für den Bundesrechnungshof“, sagte Gesine Lötzsch (Linke), Vorsitzende des Haushaltsausschusses auf Anfrage. (dts Nachrichtenagentur)

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