Dienstag, 24. September 2019

BI Landau-Südpfalz e.V.: 10. Jahrestag am 15. August 2019 – erstes Schad-Beben im Geothermiekraftwerk Landau 2009

16. August 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Landau

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Die Bürgerinitiative Geothermie Landau – Südpfalz e.V. wies am 15. August auf einen nicht rühmlichen Jahrestag für Landau hin: Das Geothermiekraftwerk Landau habe 2009 das erste, induzierte, durch Aktivitäten des Menschen hervorgerufene Beben, in Deutschland ausgelöst, so der Erste Vorsitzende Werner Müller.

Gesteinsbehandlung (Fracking) bereits Anfang 2006 – Schadensmeldungen belegen die Intensität der Erdbeben -Betroffene warten heute noch auf Schadensregulierung: „Wie wir heute wissen, wurde bereits Anfang 2006 die sogenannte Gesteinsbehandlungen (Fracking) durchgeführt. Die Erschütterungen waren spürbar. Fensterscheiben klirrten. Als Verursacher
vermutete man Sprengungen in einem nahegelegenen Steinbruch in Albersweiler. Erst am 15. August 2009 waren die Erschütterungen so massiv, dass das Geothermiekraftwerk als Verursacher in Betracht kam“, erinnert sich Müller.

Eigentümer der Betreibergesellschaft geox GmbH waren die Pfalzwerke AG und die EnergieSüdwest, unterstützt von der Landesregierung und der Stadt Landau. Heute ist die Daldrup & Söhne AG mit Geysir Euope und der Betreibergesellschaft geo x GmbH Eigentümer des Geothermiekraftwerkes.

Laut Daldrup- Pressemitteilung von 19.07.2019 habe nach 2-stelligen Millionenverlusten in 2018 die IKAV Invest 48,9 Prozent Anteile an der Geysir Europe GmbH erworben und beteilige sich an der geox GmbH, (entgegen der Ankündigung vom 6.06.2019) nicht mit 49,9 Prozent, sondern nur mit 1 Prozent.

„Nach unseren Informationen befindet sich das Kraftwerk- von den Genehmigungsbehörden als Störfallbetrieb eingeordnet- nach langjährigem Stillstand seit Ende 2017 mit wochenlangen Unterbrechungen im sogenannten Probebetrieb. Aktuell: Von Anfang Juli bis Anfang August 2019 war es wieder nicht in Betrieb“.

Im Lageplan Landau …sind die induzierten Erdbeben mit den Epi- Zentren ab Mai 2009 dokumentiert. Sie basieren auf Veröffentlichungen des Bergamtes. Permanente Erschütterungen während des Betriebes unterhalb eines Grenzwertes werden nicht veröffentlicht. Ihre Anzahl wird auf mehrere Hundert Ereignisse geschätzt.
Die Auswirkungen auf der Erdoberfläche sind verifizierbar, jedoch im Untergrund sind die Gefährdungen durch das umweltschädliche Tiefenwasser für unsere Lebensgrundlage Trinkwasser nicht abzusehen.

Einige Betroffene wurden teilweise entschädigt, mussten aber eine Vereinbarung unterzeichnen, wonach sie Dritten gegenüber über die Vereinbarung keine Angaben machen dürfen.
Betroffene mit massiven Schäden warten heute noch auf die Schadensregulierung“, berichtet Werner Müller (www.geothermie-landau.de) (red)

 

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