Sonntag 16.August 2026

Anschlagsplan gegen deutschen Rüstungsmanager durchkreuzt

5. August 2026 | Kategorie: Nachrichten, Panorama

Foto: dts Nachrichtenagentur

Hamburg – Der Chef eines deutschen Drohnenherstellers ist offenbar das Ziel von Anschlagsvorbereitungen durch einen russischen Nachrichtendienst gewesen. Davon gehen die deutschen Sicherheitsbehörden inzwischen aus, berichtet die „Zeit“.

Demnach sollen zwei Agenten den Manager zwischen Dezember 2025 und März dieses Jahres an seinem Wohnort in Bayern ausgespäht haben. Sie fertigten unter anderem Bilder und Videos von seinem Haus und der Meldeadresse seines Unternehmens an und trugen im Internet Informationen über den Geschäftsführer zusammen.

Die deutschen Ermittler wurden nach Informationen der „Zeit“ Ende vergangenen Jahres  – wieder einmal – von einem ausländischen Nachrichtendienst gewarnt.

Fahnder nahmen daraufhin einen Ukrainer und eine Rumänin im Frühjahr dieses Jahres in Spanien und in Nordrhein-Westfalen fest. Der Generalbundesanwalt hat gegen beide Haftbefehle wegen des Verdachts auf geheimdienstliche Agententätigkeit für einen ausländischen Nachrichtendienst erlassen. Auf Anfrage wollten sich die Anwälte der Beschuldigten nicht äußern.

Der betroffene Rüstungsmanager steht mittlerweile unter Personenschutz. Seine Gefährdung gilt als sehr hoch. Nach Recherchen der „Zeit“ soll sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fortwährend zu dem Fall unterrichten lassen. Informationen der Zeitung zufolge soll auch mindestens ein weiteres deutsches Rüstungsunternehmen im Visier der russischen Geheimdienste stehen.

Erst vor wenigen Wochen wurden an der serbisch-ungarischen Grenze, nahe der Stadt Subotica, zwei Verdächtige festgenommen. In ihrem Lastwagen sollen Beamte präparierte Verstecke gefunden haben, in denen Sprengstoff geschmuggelt wird. Das zuständige Gericht bestätigte der „Zeit“ die Festnahmen.

Die Ermittler sollen auf den Handys der Verdächtigen Kontakte zum russischen Geheimdienst gefunden haben. Das Ziel des Lastwagens soll offenbar ebenso ein Ort in Bayern gewesen sein. In Deutschland unterliegt der Fall höchster Geheimhaltung. Die Ermittler schließen nicht aus, dass das Leben eines weiteren Rüstungsmanagers gefährdet ist. (dts Nachrichtenagentur)

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