Germersheim – Die Kreis-AfD fordert von den Parteien, den Bürgern in Sachen Gefahrstofflager „reinen Wein einschenken.“
Der Landtagsabgeordnete und AfD-Kreisvorsitzende Matthias Joa schreibt in einer Mitteilung, die Einflussmöglichkeiten der lokalen Politik seien begrenzt: „Ohne Gespräche auf höchster Ebene wird das Lager in dieser oder ähnlicher Form wohl kommen.“
Die Praxis zeige ganz klar, dass ein Beherrschungsverhältnis vorliege und die Amerikaner Militärgelände in Deutschland faktisch als exterritoriales Gebiet ansähen. „Auch wenn das Genehmigungsverfahren bei der Kreisverwaltung liegt – nur der Bund und das Land Rheinland-Pfalz können entsprechenden Druck ausüben.“ Der Landkreis müsse unterstützt werden: „Das ist alles ist eine Nummer zu groß für den Kreis.“
Alleine den Bürgern sei zu verdanken, dass Schwachstellen und Widersprüche im Genehmigungsverfahren überhaupt erst aufgedeckt worden seien, schreibt Joa. „Ohne Engagement von Privatpersonen und der Bürgerinitiative wäre hier von der Kreisverwaltung wohl wenig gekommen. Dies ist keinen Vorwurf – schon die Verantwortung für ein solch brisantes Genehmigungsverfahren ist beim Kreis falsch aufgehängt.“
Die Bitte von Landrat Brechtel an die Amerikaner, die Störfallverordnung freiwillig anzuwenden, sei positiv und bedürfe nun politischer Rückendeckung. „Schalten die Amerikaner jedoch auf stur, hat die regionale Politik gar nicht die Mittel, das Vorhaben zu verhindern oder wesentlich zu Beeinflussen. Hier wünschen sich die Bürger Ehrlichkeit, und kein absurdes Theaterstück, bei dem niemand Schuld sein möchte“, so Joa weiter.
Auch von der Landesregierung fordert Joa, „klar Farbe zu bekennen“ und Gesprächskanäle zu den Amerikanern öffnen, zusammen mit der Bundesebene. Inwieweit die deutschen Behörden formal überhaupt eine Möglichkeit zur Einflussnahme über Gespräche und Apelle hinaus haben, sei jedoch fraglich: „Trotzdem muss dies Möglichkeit aktiv genutzt werden“
Dr. Heiko Wildberg, neuer AfD-Bundestagsabgeordneter für die Südpfalz, will die Thematik ebenfalls eng begleiten. „Wir werden nicht zulassen, dass die Politik die Bürger am langen Arm verhungern lässt. Wir möchten, dass Transparenz hergestellt wird. Es kann nicht sein, dass niemand wirklich verantwortlich sein möchte – diese Behandlung haben die Bürger nicht verdient“, so Wildberg. (red)

Diesen Artikel drucken



Kreis Germersheim – Auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion vom 28. März „Gefahrstoffe in Germersheim“ (Drucksache 17/2668) antwortete die Landesregierung, es handele ...
Germersheim – Die US-Army möchte die Kapazität des bestehenden Gefahrstofflagers im US-Depots Germersheim erheblich erweitern (Pfalz-Express berichtete). Bisher lagern dort 70 Tonnen, ...
Germersheim/Lingenfeld – Germersheimer und Lingenfelder Bürger wollen die Erweiterung des Gefahrstofflagers im US-Depot verhindern und gründen zu diesem Zweck die Bürgerinitiative „BI ...
Kreis Germersheim – Der Parteirat (Vorstand mit Vertretern der Ortsverbände) des Kreisverbands Germersheim von Bündnis 90/Die Grünen hat in seiner Sitzung am ...
Germersheim/Kandel – Die Kapazität des bestehenden Gefahrstofflagers der US-Army auf dem Gelände des US-Depots Germersheim soll immens erweitert werden: Statt wie bisher 70 ...
Germersheim – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag unter anderem die Südpfalz-Kaserne in Germersheim besucht. In der Kaserne dabei ...
Germersheim – Die Kapazität des bestehenden Gefahrstofflagers der US-Army auf dem Gelände des US-Depots Germersheim soll immens erweitert werden: Statt wie bisher 70 ...
Germersheim – Der südpfälzische Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Tobias Lindner kritisiert das Vorgehen beim Treffen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit der ...
Germersheim – 46 Mandatsträger, hauptsächlich Ratsmitglieder aus Germersheim und Lingenfeld, hatten am Montagabend das US-Deopt in Germersheim besichtigt und sich informiert. Für die ...
Südpfalz – Zu einem Runden Tisch zum Thema „Wie gelingt es, Flüchtlinge mit Bleibeperspektive in der Südpfalz in den Arbeitsmarkt zu integrieren?“ ...
Südpfalz – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) setzt in der Sommerpause das Gesprächsformat „Politik direkt“ fort. Ziel des Angebots sei ...













