
Foto: dts Nachrichtenagentur
München – Beim Automobilklub ADAC ist Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand zurückgetreten. Das teilte der ADAC mit.
Hintergrund ist demnach eine Kündigungswelle: 60.000 Mitglieder hätten in den vergangenen vier Wochen ihre Mitgliedschaft beendet, schreibt die Bild-Zeitung.
Damit zieht Hillebrand die Konsequenz aus Interviewäußerungen, die zum Jahreswechsel zu „erheblichen Irritationen“ bei Mitgliedern und zu zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt hatten, so der ADAC. Hillebrand bedauere, dass seine Äußerungen „Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet haben.“
Auslöser der Kritik waren Hillebrands Aussagen zu höheren Kraftstoffpreisen. Er hatte sich in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Ende 2025 für die CO2-Bepreisung als Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele ausgesprochen und erklärt, es brauche Anreize, damit Autofahrer von Diesel und Benzin auf klimafreundlichere Alternativen wie das E-Auto umsteigen. Zudem warnte er demnach davor, Klimaschutzziele in Europa zu lockern.
Laut „Bild“ erklärte eine ADAC-Sprecherin: Die Zahl der Kündigungen zeige, dass viele Mitglieder den Eindruck gehabt hätten, der ADAC habe seine Rolle als Anwalt der Autofahrer verlassen. Das werde sehr ernst genommen.
„Der Eindruck, der durch das Interview entstanden ist, passt nicht zu den klaren Positionen des ADAC“, sagte die Sprecherin. „Ob Benziner, Diesel oder E-Auto: Wir machen uns gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark. Unser Auftrag lautet: bezahlbare Mobilität für alle.“
Den Verantwortungsbereich von Hillebrand übernimmt kommissarisch ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. ADAC Präsident Christian Reinicke würdigte Hillebrands Schritt und dankt dem ehemaligen Verkehrspräsidenten ausdrücklich für seinen Einsatz für den ADAC und seine Mitglieder. (red / dts Nachrichtenagentur)

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