Potsdam – Bundeswehrangehörige und militärische Dienststellen haben eine Vielzahl von Fragen zur jüngeren Vergangenheit der Truppe.
Bei der neu gegründeten Ansprechstelle für militärhistorischen Rat sind seit ihrer Gründung im Juli 2017 insgesamt 62 Anfragen mit Bezug auf Wehrmachts-Devotionalien eingegangen.
Das teilte die Ansprechstelle der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit. „Im Mittelpunkt standen dabei Auskunftsersuchen zum Umgang mit dem Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus, namentlich der Angehörigen des militärischen Widerstands“, hieß es.
Zudem ging es den Angaben zufolge bei zahlreichen Anfragen um die Umbenennung von Kasernen und „um die Suche nach möglichen, traditionswürdigen Namensgebern“.
Die Ansprechstelle wurde beim Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam eingerichtet.
Sie berät Bundeswehr-Dienststellenleiter und Vorgesetzte, wie sie mit historischen Ausstellungs- und Erinnerungsstücken umgehen sollen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat zudem den Traditionserlass überarbeiten lassen.
Der neue am vergangenen Mittwoch in Hannover unterzeichnete Erlass gibt vor, dass die Soldaten bei der Suche nach Vorbildern den Blick künftig vor allem auf die mehr als 60 Jahre lange Geschichte der Bundeswehr richten sollen. (dts Nachrichtenagentur)
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