
Die Kandidaten: Der jetzige OB und seine Stellvertreterin.
Quelle: Stadt Zweibrücken
Zweibrücken. Am kommenden Sonntag (11. April) entscheiden rund 26.000 Wahlberechtigte in Zweibrücken, wer die Stadt in den nächsten acht Jahren als Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin führen wird.
Da im ersten Wahlgang am 22. März keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, kommt es nun zur Stichwahl zwischen den beiden Spitzenkandidaten. Antreten werden der amtierende Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) und seine Stellvertreterin, die Beigeordnete Christina Rauch (CDU).
Wosnitza hatte im ersten Wahlgang mit 42,7 Prozent der Stimmen klar die Nase vorn, Rauch erreichte 30,5 Prozent. Der AfD-Kandidat Christian Hofer kam auf 20,7 Prozent, der parteilose Atilla Eren auf 6 Prozent. Beide schieden damit aus dem Rennen aus.
Hofer sprach sich nach der Wahl öffentlich für Christina Rauch aus und gab eine entsprechende Wahlempfehlung ab. Atilla Eren hat sich seitdem nicht mehr zum Wahlausgang geäußert. Trotz des deutlichen Vorsprungs von zwölf Prozentpunkten für Wosnitza gilt die Stichwahl als offen.
Viele Beobachter rechnen mit einem knappen Ausgang, da die Stimmen der ausgeschiedenen Kandidaten neu verteilt werden können. Die Wahlbeteiligung lag beim ersten Wahlgang bei 60 Prozent – ein Wert, der stark durch die gleichzeitig stattfindende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz beeinflusst wurde.
Ob die Beteiligung bei der reinen Stichwahl ähnlich hoch ausfällt, bleibt abzuwarten. Der Oberbürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Der Sieger oder die Siegerin tritt das Amt im Dezember an. Marold Wosnitza bekleidet das Amt seit 2018 und würde bei einem Sieg seine zweite Amtszeit antreten.
Christina Rauch ist seit 2020 Beigeordnete der Stadt Zweibrücken und damit eine der beiden Stellvertreter des Oberbürgermeisters.
Marold Wosnitza (SPD)
Der Amtsinhaber
Dr. Marold Sven Wosnitza wurde am 7. September 1965 in Saarbrücken geboren. Im Alter von zwei Jahren zog er mit seinen Eltern nach Zweibrücken, wo er aufwuchs. Er besuchte die Pestalozzi-Grundschule und absolvierte später das Abitur am Helmholtz-Gymnasium.
Wosnitza ist von Beruf Erziehungswissenschaftler und promovierter Hochschullehrer. Er arbeitete als Wissenschaftler und Dozent, unter anderem als Adjunct Professor an der Murdoch University in Perth (Australien). Vor seiner politischen Karriere engagierte er sich stark im lokalen Sport: Er war stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Zweibrücken und vertrat den Sportbund Pfalz in der Stadt.2018 wurde Marold Wosnitza erstmals zum Oberbürgermeister von Zweibrücken gewählt.
Seitdem steht er an der Spitze der Stadtverwaltung. Seine Schwerpunkte als OB liegen vor allem auf der Wirtschaftsförderung (Ansiedlung neuer Firmen), der Verbesserung der Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer sowie der umfassenden Sanierung der städtischen Infrastruktur – von Straßen über Schulen bis hin zu anderen öffentlichen Gebäuden. Wosnitza gilt als erfahrener Verwaltungschef, der Kontinuität und Sacharbeit betont.
Bei einem Sieg würde er seine zweite achtjährige Amtszeit antreten. Er tritt mit dem Motto „Wir für Zweibrücken“ an und setzt auf seine bisherige Bilanz in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie und aktuellen Haushaltsherausforderungen.
Christina Rauch (CDU)
Die Herausforderin und Stellvertreterin
Christina Rauch wurde am 9. Juli 1981 in Zweibrücken geboren und ist damit gebürtige Zweibrückerin. Sie besuchte die Hilgardschule und machte ihr Abitur am Helmholtz-Gymnasium.
Vor ihrer politischen Laufbahn arbeitete sie viele Jahre als Gymnasiallehrerin für die Fächer Deutsch, Geschichte und Ethik am Hofenfels-Gymnasium in Zweibrücken.Seit Januar 2020 ist sie Beigeordnete der Stadt Zweibrücken und damit eine der beiden Stellvertreter von Oberbürgermeister Wosnitza.
Sie ist die erste Frau, die jemals in den Zweibrücker Stadtvorstand gewählt wurde. Als Beigeordnete ist sie Dezernentin für die Bereiche Schulen, Sport, Ordnung, Kultur, Tourismus und ÖPNV. Rauch kandidiert mit dem Slogan „Zweibrücken kann mehr“ und „Zeit für einen neuen Stil“.
Sie möchte die Stadt zu einer echten „Wohlfühlstadt“ machen, mit Fokus auf gute Schulen, attraktive Freizeit- und Kulturangebote in der Innenstadt, eine stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Ausbildung (insbesondere am Campus Zweibrücken) sowie die Weiterentwicklung des Flughafengeländes. Sie setzt auf frische Impulse, mehr Bürgernähe und eine moderne, lebendige Stadtentwicklung. Christina Rauch ist verheiratet und hat Familie in Zweibrücken. Sie engagiert sich bereits seit Jahren ehrenamtlich und kommunalpolitisch, unter anderem kandidierte sie 2017 für die CDU für den Deutschen Bundestag.

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