Dienstag 21.April 2026

Wörth: SPD meldet große Resonanz auf Bürgerumfrage zur Bäderlandschaft

6. März 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Badepark in Wörth
Foto (Archiv): Pfalz-Express/Steinbrecher

Wörth – Die von der SPD-Fraktion initiierte Bürgerumfrage zur Zukunft der Bäderlandschaft in Wörth stößt nach Angaben der Sozialdemokraten auf große Resonanz.

Bereits in der ersten Woche seit dem Start am 26. Februar hätten knapp 1500 Bürger teilgenommen. Die Umfrage laufe noch bis zum 20. März.

Laut SPD kommen die Teilnehmer nicht nur aus dem Stadtgebiet Wörth, sondern auch aus dem gesamten Landkreis Germersheim und darüber hinaus. Dies unterstreiche die überregionale Bedeutung der Bäderlandschaft.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Mario Daum erklärte, die Resonanz übertreffe die Erwartungen der Fraktion deutlich. Das zeige, wie wichtig den Menschen das Thema sei und dass viele Bürger in den Entscheidungsprozess einbezogen werden wollten. Die Ergebnisse der Umfrage wolle die SPD transparent aufbereiten. Zunächst sei vorgesehen, die Fraktionen im Stadtrat zu informieren und die Ergebnisse mit ihnen zu besprechen. Danach solle die Öffentlichkeit informiert werden.

Nach Angaben der SPD zeichne sich in den bisherigen Ergebnissen bereits eine klare Tendenz ab. Diese decke sich mit einer im November 2023 im Auftrag der Rheinpfalz durchgeführten Umfrage. Auswertungen nach Wohnort, Altersgruppe, Geschlecht und Nutzungsverhalten zeigten laut SPD, dass in allen Teilgruppen eine Präferenz für ein Ganzjahresbad bestehe, sowohl bei Familien als auch bei älteren Bürgern sowie bei Wörthern und auswärtigen Teilnehmern.

Wie die SPD weiter mitteilt, nutzte etwa ein Viertel der Befragten ein Freitextfeld für persönliche Rückmeldungen. Daraus gehe hervor, dass viele Menschen eine starke emotionale Bindung an den Badepark hätten und ihn als Teil der lokalen Lebensqualität betrachteten. Zugleich werde in zahlreichen Kommentaren Frustration über den seit mehr als 15 Jahren andauernden Planungs- und Entscheidungsprozess deutlich.

Den Angaben zufolge enthielten die Rückmeldungen auch Hinweise auf mögliche alternative oder ergänzende Finanzierungsmodelle, etwa Investorenlösungen, Fördervereine oder interkommunale Ansätze. Viele Teilnehmer hätten zudem die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung ausdrücklich begrüßt und erwarteten, dass ihre Meinung in die politische Entscheidung einfließe, so die SPD.

Die Fraktionen von CDU und Freien Wähler hatten ihrerseits eine Stellungnahme abgegeben. Darin wird unter anderem kritisiert, dass die SPD in ihrer eigenen Amtszeit weder Gremien noch Öffentlichkeit ausreichend beteiligt habe und jetzt auf Verunsicherung der Bürger setze.

 
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