Es ist kaum zu fassen, dass die Geschichte von Microsofts Windows beinahe vier Jahrzehnte umfasst. Ohne Windows hätte das Zeitalter der Digitalisierung wohl einen ganz anderen Verlauf genommen.
Im folgenden Artikel gibt es einen umfassenden Überblick über die bedeutendsten Versionen der Windows-Geschichte und deren Funktionen.
Windows im Laufe der Jahre
Seit seiner Markteinführung am 20. November 1985 hat sich Windows als das beliebteste Betriebssystem etabliert und wird ständig weiterentwickelt. Es ist in zahlreichen Versionen erhältlich, die dem technologischen Fortschritt und den Bedürfnissen der Benutzer Rechnung tragen.
1985: Windows 1.0x
Das Betriebssystem Windows 1.0x stellt die erste grafische Benutzeroberfläche (GUI) von Microsoft dar. Anstelle mühsam einzelne Befehle einzutippen, ermöglichte es die Nutzung einer Maus zur Ausführung von Befehlen. Eine weitere bedeutende Neuerung war das Multitasking, also das parallele Betreiben von Programmen. Allerdings handelte es sich dabei noch nicht um echtes Multitasking, denn Windows hielt alle Programme bis auf das aktive einfach an.
1987: Windows 2.0x
Die zweite Version von Windows wurde mit einem neuen Design eingeführt, bei dem die Fenster nun übereinander anstatt nebeneinander angeordnet werden konnten. Neben Windows 2.0 für 286er-Prozessoren wurde auch eine Version für 386er-Rechner vorgestellt. Diese speicheroptimierte Version zeichnete sich durch eine verbesserte Speicherverwaltung aus. In dieser Version gaben auch die Programme Microsoft Word und Excel ihr Debüt.
1992: Windows 3.1x
Mit dieser Version gelang Microsoft der Durchbruch auf dem Massenmarkt. Innerhalb der ersten zwei Monate nach der Veröffentlichung im Jahr 1992 wurden zwei Millionen Exemplare verkauft. Die Unterstützung von 256 Farben und sogar über 65.000 Farben mit SVGA-Unterstützung machten dieses Betriebssystem zu einem visuellen Meilenstein. Zum ersten Mal war eine Festplatte im PC erforderlich, um Windows 3.1 zu starten.
1993: Windows NT
Im Jahr 1993 brachte Microsoft mit Windows NT eine neue Reihe von Betriebssystemen heraus, die speziell für Netzwerkserver und Workstations konzipiert war. Es war das erste professionelle Betriebssystem von Windows und zugleich das erste 32-Bit-System in dieser Reihe. Es war ausschließlich für High-End-Systeme konzipiert. Mit der Einführung von Multiprozessor-Unterstützung und dem NTFS-Dateisystem setzte es neue Maßstäbe. Es gab sowohl eine Workstation- als auch eine Advanced-Server-Version, die zur Steuerung und Verwaltung der Workstations dienten. Dabei basiert NT nicht auf DOS.
1995: Windows 95
Unter dem Codenamen „Chicago“ entstand ein vollwertiges 32-Bit-Betriebssystem für den Heimanwender, das mit einer neuen Benutzeroberfläche aufwartete. Im Zentrum dieser Oberfläche stand der individuell gestaltbare Desktop. Programme konnten nun bequem über das neu eingeführte Startmenü aufgerufen werden. Dank der Plug and Play-Technologie entfiel für die Benutzer meist die mühsame Installation von Hardwaretreibern für neu angeschlossene Geräte. Zudem erlebten die beiden Spielklassiker Minesweeper und Solitär hier ihr PC-Debüt.
2001: Windows XP
Windows XP wurde im Oktober 2001 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und wird oft als eine der besten Windows-Versionen angesehen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen konnten zwischen der Home und der Professional Edition wählen. Das Betriebssystem zeichnete sich durch seine benutzerfreundliche Startleiste aus und bot eine stabile Leistung. Es war das am längsten unterstützte Windows-Betriebssystem, wobei der Support bis April 2014 andauerte.
2006: Windows Vista
Vistas auffälligste Neuerung ist die 3D-Oberfläche „Aero Glass“. Zusätzlich haben die Entwickler die Optionen für Sicherheit und Medienwiedergabe deutlich verbessert. Im Vergleich zu Windows XP konnte Windows Vista jedoch bei den meisten Nutzern keine große Beliebtheit erlangen und hatte mit einigen Leistungsproblemen zu kämpfen.
2009: Windows 7
Im Oktober 2009 wurde Windows 7 veröffentlicht, das in Bezug auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit eine deutliche Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger darstellte. Es enthielt den Internet Explorer 8.0, DirectX 11 und bot erstmals die Fähigkeit zur Handschriftenerkennung.
2012: Windows 8
Im Jahr 2012 führte Microsoft mit Windows 8 ein umfassendes Redesign der Benutzeroberfläche ein. Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Touchscreens wurde der traditionelle Desktop in den Hintergrund gedrängt und durch eine Kachelansicht ersetzt. Der Start-Button verschwand in dieser Version. Nutzer konnten Programme und Apps über den integrierten Windows Store erwerben.
2015: Windows 10
Mit Windows 10 führt Microsoft einen grundlegenden Wandel in der Entwicklung seines Betriebssystems durch. Anstelle großer neuer Versionen im Abstand von mehreren Jahren plant Microsoft künftig, häufiger kleinere Updates zu veröffentlichen. Bereits zum Start von Windows 10 Version 1507 kehrte Microsoft zur vertrauten Benutzeroberfläche zurück und präsentierte ein überarbeitetes Startmenü. Zudem können Apps im Modern-UI-Stil nun wie herkömmliche Programmfenster auf dem Desktop verwendet werden.
2021: Windows 11
Mit Windows 11 hat Microsoft die Weiterentwicklung von Windows 10 vorangetrieben. Die neue Version bringt eine überarbeitete Benutzeroberfläche mit sich, die durch eine zentrierte Taskleiste und ein fensterartiges Startmenü besticht. Die Kacheln und Cortana, die noch in Windows 8 vorhanden waren, wurden vollständig entfernt. Erstmals gibt es ausschließlich eine 64-Bit-Version geben.
Fazit
Windows ist das weltweit beliebteste Betriebssystem und wird täglich von Millionen von Anwendern genutzt. Es zeichnet sich durch seine benutzerfreundliche Oberfläche und seine umfassende Kompatibilität mit einer Vielzahl von Soft- und Hardware aus. Das neue Windows 12 wird bereits mit Spannung erwartet.
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