Samstag 12.September 2026

Wagenknecht räumt Fehler bei BSW-Gründung ein und widerspricht Wolf

2. September 2026 | Kategorie: Allgemein, Politik

Wagenknecht, Wolf, Schütz (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Sahra Wagenknecht hat Fehler in der Anfangszeit des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) eingeräumt und zugleich der Darstellung der Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf widersprochen.

„Wer eine neue Partei auf den Weg bringt, macht Fehler“, sagte die BSW-Gründerin dem Portal T-Online. Als Fehler nannte sie die sehr restriktive Mitgliederaufnahme und die zu frühen Regierungsbeteiligungen. Mit der strengen Aufnahme habe man verhindern wollen, dass Glücksritter und Karrieristen die Partei überrennen und es zu Machtkämpfen komme.

Das sei jedoch eine Illusion gewesen: „Wir haben stattdessen vielen ehrlichen Unterstützern viel zu lange die Mitgliedschaft verweigert.“ Auch der schnelle Eintritt in Regierungen sei ein Fehler gewesen. „Wir hätten damals wissen müssen, dass eine so junge Partei nicht in eine Regierung gehen sollte.

Einer so jungen Partei fehlt die Erfahrung, sie kann daher von den anderen im Haifischbecken der Politik verspeist werden.“ Wagenknecht schloss aus, dass das BSW nach der Wahl in Sachsen-Anhalt selbst Minister stellen würde, falls es in den Landtag einzieht.

Zugleich widersprach sie Katja Wolf, die bei „Markus Lanz“ gesagt hatte, es habe seit etwa eineinhalb Jahren keinen Kontakt und keine Kontaktversuche zwischen den beiden gegeben. „Das stimmt nicht“, so Wagenknecht. „Leider war die Kommunikation oft einseitig.“

Sie habe in den letzten Jahren und auch aktuell immer wieder versucht, mit Wolf zu sprechen. Wagenknecht wünscht sich, dass das BSW Thüringen dem CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt die Unterstützung entzieht. Voigt sei durch eine KI-Affäre und Plagiate diskreditiert; ihm sei der Doktortitel aberkannt worden – „das war früher auch in der CDU ein Rücktrittsgrund“.

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