
Kinder in einer Schule (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise nimmt die Debatte über eine Stärkung der Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen wieder Fahrt auf.
„Es könnte in der Tat beim Verstehen dieser ganzen Materie helfen, wenn Ernährung als Teil der Verbraucherbildung in den Schulen stärker thematisiert würde“, sagte die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Ähnliche Forderungen gab es zuletzt von der Bundeszentrale für Ernährung und der Lebensmittelindustrie.
„Wir haben als Verbraucherzentrale mit unserer Verbraucherschule schon ein bundesweites Unterstützungsangebot“, sagte Pop. „Doch strukturell hat Verbraucherbildung bislang längst nicht Einzug in die Lehrpläne aller Bundesländer gehalten.“
Auch beim Thema Lebensmittelverschwendung brauche es mehr Aufklärung. „Kontinuierliche Information wäre gut. Beispielsweise Aufklärung darüber, dass eine Ware mit dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht sofort schlecht ist.“
Pop bekräftigte zugleich die Forderung nach der Einrichtung einer Preisbeobachtungsstelle für Lebensmittel. „Diese Stelle schaut sich die verschiedenen Märkte an und prüft, wo überhaupt Kosten anfallen oder Preise realisiert werden“, sagte Pop.
Sie ergänzte: „In Frankreich funktioniert das sehr gut, dort nehmen sich die Fachleute immer wieder einen anderen Markt vor, mal geht es um Milchprodukte, dann um Gemüse oder Obst.“ Transparenz bei den Lebensmittelpreisen sei in Deutschland derzeit noch eine Blackbox. „Am Schluss zahlt der Verbraucher an der Kasse einen hohen Preis und fragt sich, wie der zusammengesetzt ist“. (dts Nachrichtenagentur)
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