Berlin – Der Essener Industriekonzern ThyssenKrupp sieht seine Werke an Europas größtem Stahlstandort in Duisburg durch politische Vorgaben für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) existenziell in Gefahr.
„Wenn die Pläne eins zu eins umgesetzt werden, sind sie existenzbedrohend“, sagte ThyssenKrupp-Stahlchef Andreas Goss der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.
„Im Zeitraum 2021 bis 2030, um den es geht, entstünden uns zusätzliche Kosten von mehreren Hundert Millionen Euro jährlich. Damit wäre es wohl praktisch unmöglich, die Gewinnzone zu erreichen.“
Die Stahlsparte von ThyssenKrupp beschäftigt bundesweit 27.600 Mitarbeiter. ThyssenKrupp-Stahlchef Goss warnte angesichts der EU-Pläne auch vor einer drohenden Deindustrialisierung. „Die Stahlindustrie ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber.
Sie ist auch die Grundlage für die industrielle Wertschöpfung in Deutschland“, betont er. „Wir alle – auch Politik und Gesellschaft – müssen aufpassen, dass wir nicht das Rückgrat unserer Volkswirtschaft gefährden.“ Schon jetzt sei die Lage angespannt.
„Die gesamte Stahlindustrie in Europa kämpft um ihre wirtschaftliche Existenz“, sagt Premal Desai, Finanzchef der ThyssenKrupp-Stahlsparte. (dts Nachrichtenagentur)

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