Gütersloh – Die Kinderarmut in Deutschland nimmt weiter zu.
Trotz guter Wirtschaftslage wuchsen laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2015 bundesweit 14,7 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in Familien auf, die Hartz IV beziehen.
Im Vergleich zu 2011 sei das ein Anstieg um 0,4 Prozent. Betroffen seien vor allem Kinder mit nur einem Elternteil oder zwei und mehr Geschwistern.
Die höchsten Armutsquoten bei unter 18-Jährigen haben der Studie zufolge Großstädte, Spitzenreiter sind Bremerhaven, Gelsenkirchen und Offenbach.
Von Armut betroffene Kinder seien im Vergleich zu Gleichaltrigen aus Familien mit gesichertem Einkommen häufiger sozial isoliert, materiell unterversorgt und gesundheitlich beeinträchtigt. Sie ernährten sich ungesünder, außerschulische Bildung, Hobbys oder Urlaub seien ein Luxus.
Zudem sei der Bildungsweg armer Kinder „weitaus belasteter“. Die Folgen seien negativer, je länger die Kinder in Armut lebten, so die Autoren der Studie. (dts Nachrichtenagentur)

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