Sonntag 19.Juli 2026

Streeck fordert Nachschärfung des Cannabis-Gesetzes und Verbot süßer Vape-Aromen

2. Juli 2026 | Kategorie: Allgemein, Politik

Hendrik Streeck (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), drängt auf eine Reform des Cannabis-Gesetzes. „Dieses ganze Gesetz muss angepackt werden“, sagte Streeck der „Rheinischen Post“.

Streeck kritisierte vor allem die zu hohen erlaubten Besitzmengen, die Dealern das Geschäft erleichtert hätten. Zudem fehlten der Polizei wirksame Durchgriffsrechte. „Die Polizei sagt, dass das Gesetz ihre Arbeit schwerer gemacht hat“, so der CDU-Politiker.

Eine komplette Abschaffung der Teillegalisierung sei allerdings aufgrund des Koalitionspartners nicht möglich. Deshalb müsse man gezielt nachschärfen. Als eine denkbare Maßnahme nannte Streeck den Verkauf von Konsumcannabis über Apotheken im Rahmen von Pilotprojekten – dies sei jedoch seine persönliche Meinung.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) unterstützte die kritische Haltung. Er habe der Legalisierung von Anfang an skeptisch gegenübergestanden, zumal die Einhaltung von Abstandsregeln zu Schulen und anderen Einrichtungen praktisch kaum zu kontrollieren sei.

Zusätzlich fordert Streeck Verbot süßer Vape-Aromen

In einem weiteren Statement sprach sich Streeck klar für ein sofortiges Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten aus. Ziel solcher Geschmacksrichtungen sei es, vor allem junge Menschen spielerisch in die Nikotinabhängigkeit zu führen.

„Wenn es nach mir ginge, würde ich das sofort verbieten“, sagte er.Auch hier erhielt er Rückendeckung von Karl-Josef Laumann, der von „Riesenschäden“ und einem „Verbrechen an jungen Leuten“ sprach. Die süßen Aromen würden Jugendliche fast spielerisch an die Produkte heranführen.

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