Freitag 16.Oktober 2026

Sicherheitsbehörden schlagen Alarm: Vorsicht vor perfiden Anwerbeversuchen über Social Media

3. März 2026 | Kategorie: Politik Rheinland-Pfalz

Symbolbild: pixabay.com

Mainz. Das Innenministerium Rheinland-Pfalz und die deutschen Sicherheitsbehörden warnen dringend vor einer wachsenden Gefahr: Über soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok, Telegram oder andere Messenger-Dienste versuchen fremde Mächte – vor allem russische Geheimdienste – ganz normale Bürger als sogenannte „Low-Level-Agenten“ oder „Wegwerf-Agenten“ anzuwerben.

Diese Personen, oft junge Leute, werden mit schnellem Geld gelockt und zu einfachen, aber strafbaren Aufträgen überredet. Die Bandbreite reicht von harmlos wirkenden Dingen wie dem Fotografieren oder Filmen bestimmter Orte über Sachbeschädigungen, Drohnenflüge bis hin zu schweren Taten wie Brandstiftungen.

Besonders im Fokus stehen kritische Infrastrukturen (z. B. Strom- und Wasserversorgung, Telekommunikation), militärische Standorte sowie Firmen der Rüstungsindustrie.Innenminister Michael Ebling betont: „Sogenannte Low-Level-Agenten sind kein Randphänomen, sondern Teil gezielter Strategien fremder Staaten, um unsere Infrastruktur auszuspähen oder zu sabotieren.

Wer sich – bewusst oder unbewusst – dafür einspannen lässt, wird zum Werkzeug gegen die Sicherheit unseres Landes. “Viele der Angesprochenen merken gar nicht, dass sie für einen ausländischen Geheimdienst arbeiten. Die Anwerber versprechen schnelles Geld für vermeintlich „harmlose“ Jobs und verschwinden danach spurlos – daher der Begriff „Wegwerf-Agenten“.

Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, haben das Bundeskriminalamt (BKA), der Bundesnachrichtendienst (BND), das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD) die gemeinsame Aufklärungskampagne „Kein Wegwerf-Agent werden!“ gestartet.

Sie erklärt anschaulich, wie solche Anwerbeversuche aussehen, welche Risiken bestehen und was man tun sollte, wenn man angesprochen wird. Wichtig: Wer auf solche Angebote eingeht, macht sich schwer strafbar.

Bei Verurteilung wegen verfassungsfeindlicher Sabotage oder geheimdienstlicher Agententätigkeit drohen hohe Haftstrafen – in schweren Fällen bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.Minister Ebling appelliert: „Ich rate allen Bürgern eindringlich: Ignorieren Sie solche Angebote, weisen Sie sie zurück und melden Sie verdächtige Kontakte sofort!“In Rheinland-Pfalz steht der Verfassungsschutz als Ansprechpartner bereit:

Telefon: 06131 16-3773
E-Mail: SPOCHybrid@mdi.rlp.de (mailto:SPOCHybrid@mdi.rlp.de)

Weitere Infos zur Kampagne gibt es auf der BKA-Website:
https://www.bka.de/DE/Landingpages/LLA/lla_node.html

 

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