
Julian Assange sitzt seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.
Foto: dts nachrichtenagentur
London – Obwohl die schwedische Staatsanwaltschaft das Vergewaltigungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange einstellt, droht dem Australier weiterhin die Verhaftung, sollte er die Botschaft Ecuadors in London verlassen.
Das teilte die Londoner Polizei am Freitag mit. Hintergrund ist ein ausstehender Haftbefehl, weil Assange im Juni 2012 nicht vor Gericht erschienen war.
Zuvor hatte die schwedische Staatsanwaltschaft in Stockholm mitgeteilt, die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer nicht weiterzuführen. Die Vergewaltigungsvorwürfe waren 2010 gegen Assange erhoben worden. Er war im Juni 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen, nachdem in Großbritannien alle rechtlichen Mittel gegen eine Auslieferung an Schweden ausgeschöpft waren. Er befürchtete, dass er von dort an die USA ausgeliefert werden könnte. Seitdem lebt er in der Botschaft.
Wikileaks hatte mehrfach interne Dokumente von US-Armee und -Behörden veröffentlicht. (dts Nachrichtenagentur)

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