Samstag 6.Juni 2026

Radwallfahrt zum „Heiligen Blut“: Katholiken aus Bellheim und Waldsee in Walldürn

8. Juli 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim

Die Radpilger am Neckarufer in Heidelberg.
Foto über Alfred Gadinger

Bellheim/Waldsee – Bereits zum zehnten Mal unternahmen Katholiken aus den Pfarreien Hl. Hildegard von Bingen und Hl. Christopherus Waldsee eine dreitägige Radwallfahrt zum „Heiligen Blut“ nach Walldürn, die unter dem Motto stand: „Freut euch in der Hoffnung“.

Zunächst führte die Fahrt mit dem Rad von Bellheim bzw. Ottersheim nach Zeiskam, um über Weingarten den gemeinsamen Treffpunkt mit den Wallfahrern aus Waldsee und Otterstadt am Speyerer Dom zu erreichen. Nach einem kurzen Gebet in der Vorhalle des Doms wurde die Tour zunächst bis nach Heidelberg fortgesetzt, wo die Radpilger eine erste größere Rast am Ufer des Neckars einlegten.

Die Selbstverpflegung funktionierte dank des mitfahrenden Proviantbusses wiederum bestens. Anschließend ging es über Neckarsteinach zur Übernachtung nach Eberbach. Zuvor wurde noch die Ersheimer Kapelle besucht, wo die Gruppe bei Gebet und Gesang innehielt.

Am nächsten Morgen setzten die 24 Radpilger bei sommerlichen Temperaturen ihre nicht ganz unbeschwerliche Fahrt nach Walldürn fort. Als man schließlich am Nachmittag dort eintraf, fanden sich die Teilnehmer zunächst in der Basilika ein, um vor dem Reliquienschrein „Zum Heiligen Blut“ zu beten und zu singen.

Am „Großen Blutsfeiertag“ wurde am Freialtar auf dem Vorplatz der Basilika ein Pontifikalamt gefeiert, das vom Freiburger Erzbischof Stephan Burger im Beisein zahlreicher Priester und einer großen Pilgerschar geleitet wurde.

Foto über Alfred Gadinger

Der Eucharistiefeier schloss sich die „Große Blutprozession“ durch die Straßen von Walldürn an, bei der neben dem Allerheiligsten auch der Reliquienschrein mitgetragen wurde. Für die mit einem einheitlichen T-Shirt gekleideten Teilnehmer aus den Pfarreien Bellheim und Waldsee war sowohl der Gottesdienst als auch die Prozession ein tiefgreifendes Erlebnis.

Danach machten sich die Radwallfahrer auf den Weg nach Osterburken, um von dort mit der S-Bahn die Heimreise anzutreten. Diese gestaltete sich jedoch zu einer wahren Odyssee, sodass die Ankunft in Bellheim sowie in Waldsee und Otterstadt erst am späten Abend erfolgte.

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