Dienstag, 28. Mai 2024

Neustadt: Sanierung der Kellereistraße startet

12. April 2024 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Vorne die bereits sanierte Hauptstraße, hinten die Kellereistraße.
Quelle: Sradrverwaltung Neustadt a.d.W.

Neustadt. Am Montag, 15. April 2024, startet die Sanierung der Kellereistraße. Die Sanierung ist dringend erforderlich, da die Kanäle und Versorgungsleitungen aus den 50er und 60er Jahren stammen und aus der Oberfläche in Jahrzehnten ein Flickenteppich aus verschiedenen Materialien geworden ist.

„Die Neustadter dürfen nach Abschluss der Arbeiten stolz auf ihre sanierten Fußgängerzonen sein. Nun gilt es aber, dass Kunden, Geschäftsleute und Anwohner zusammenstehen und die herausfordernde Zeit gut zusammen meistern“, so Baudezernent Bernhard Adams. „Generell ist zu sagen, dass alle Beteiligten im Vorfeld durch einen regen Austausch viel Energie investiert haben, um die Bauabläufe zu optimieren und dafür auch frühzeitig viele gemeinsame Gespräche stattfanden.“

Die Sanierung der Kellereistraße bildet den vorläufigen Abschluss der Sanierung der Fußgängerzonen.
Beginnen wird der Eigenbetrieb Stadtentsorgung (ESN), im Anschluss sind die Stadtwerke an der Reihe und zum Abschluss wird die Abteilung Tiefbau den neuen Straßenaufbau übernehmen.

Insgesamt sind fünf Bauabschnitte geplant. Gestartet wird mit der Strecke zwischen Badstubengasse und Hauptstraße. Danach ist der Bereich zwischen Badstuben- und Hintergasse an der Reihe, gefolgt von einem Teil der Hintergasse ab Kellereistraße bis zum Reutergässchen. Im Anschluss geht es in der Kellereistraße von der Hinter- bis zur Laustergasse weiter und zum Abschluss von der Lautergasse bis zum Marstall inklusive Anschluss an die Friedrichstraße.

In jedem einzelnen Bauabschnitt werden zuerst die Tiefbau- und Montagearbeiten des ESN ausgeführt.
Dann folgen die Stadtwerke. Sie erneuern Zug um Zug die Gas-, Wasser- und Stromhauptversorgung und schließen die Netzanschlussleitungen der Gebäude an die neuen Anlagen an.

Nach Abschluss eines Bauabschnittes wird die Baugrube provisorisch mit Bitumenoberflächen verschlossen und es geht im nächsten Abschnitt weiter. Während der Arbeiten werden die Gebäude hinsichtlich Gas und Wasser per so genannter Notversorgung bedient. Auch Löschwasser steht während der gesamten Maßnahme zur Verfügung.

Für die Arbeiten beider Tochtergesellschaften, mit der die Neustadter Firma Baab beauftragt wurden, sind rund 16 Monate Bauzeit veranschlagt. Im Anschluss daran wird die Abteilung Tiefbau ab Sommer 2025 ins Boot kommen. Sie kümmert sich um den neuen Straßenaufbau. Die Gestaltung in der Kellereistraße wird sich an der bereits sanierten Hauptstraße orientieren.

Für Aufenthaltsqualität sollen Sitzbänke und sechs neue Bäume sorgen, die anpassungsfähiger an Klimaveränderungen sind. Wie auch bei anderen Sanierungen in der historischen Altstadt sind Tiefbau- und Montagearbeiten mit Baggern und LKWs herausfordernd. Für das Rangieren von LKWs beispielsweise werden Lotsen eingesetzt.

Es wird außerdem geprüft, ob aus Lärm- und Emissionsschutzgründen zeitweise ein E-Bagger eingesetzt werden kann.

Die Kellereistraße ist eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, deren Zugang auch bei dieser Maßnahme durchgängig gewährleistet wird. Gleiches gilt für Feuerwehr und Rettungswagen. Hinzu kommen viele Leitungen in der Erde auf kleinem Raum, so dass behutsam gearbeitet werden muss.

Alle Planungen wurden beziehungsweise werden sowohl im Vorfeld als auch baubegleitend mit der Feuerwehr, dem Brand- und Katastrophenschutz, dem Ordnungsamt, der Abteilung Verkehrsplanung sowie einem Sicherheitskoordinator abgestimmt. Hinzu kommen die üblichen Gutachten wie Beweissicherung, Bodenproben oder eine Kampfmitteluntersuchung, um die sich die Firma IBES gekümmert hat.

Unterstützung für Gewerbetreibende

Das Citymanagement will die Gewerbetreibende während der Umgestaltung unterstützen. So ist Folgendes geplant: In der Kellereistraße 10 (ehemals Lieblingsstück) werden verschiedene Präsentationen, zum Beispiel von Regionalproduzenten, und Veranstaltungen stattfinden.

Dort ist auch Citymanagerin Susanne Schultz für Fragen anzutreffen. Zudem wird die Bauleitung dort ihren Sitz einrichten und als Anlaufpunkt dienen. Für betroffene Geschäfte soll speziell geworben werden. Darüber hinaus werden die Schaufenster nicht mit hohen Bauzäunen verstellt, so dass Passanten sowohl einen Blick in die Auslagen als auch in die Baugrube haben.

Die Anlieger wurden bereits im Rahmen einer Versammlung informiert. Zudem wird es noch einmal ein Informationsschreiben für die Betroffenen geben. Das Baulager wird an der Ecke Laustergasse/Kellereistraße eingerichtet. Der Taxistand und die Angebote des Carsharings ziehen Richtung Abraxas um.

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