
Der Funkverkehr zwischen Tower und Flugzeug zeigte keine Auffälligkeiten.
Foto: dts nachrichtenagentur
Kuala Lumpur/Washington – Wieder ein neues Detail zum verschollenen Flug MH370: Die Maschine soll nach Angaben von Scott Brenner, Ex-Sprecher der US-Luftfahrbehörde FAA, bereits 12 Minuten vor dem letzten regulären Funkkontakt den Kurs geändert haben.
„Einer der Piloten hatte ganz offensichtlich die Absicht, in eine andere Richtung zu fliegen“, so Brenner. Es sei „100 Prozent sicher, dass Pilot oder Ko-Pilot mit diesem Flugzeug etwas Böses vorhatten“, so der Luftfahrtexperte. Die New York Times hatte zuvor berichtet, die Kursänderung sei im Bordcomputer einprogrammiert gewesen.
Dabei sei jedoch nicht klar, ob die Eingabe vor oder erst während des Fluges gemacht wurde. 12 Minuten nach der außerplanmäßigen Kursänderung hatte der Ko-Pilot sich per Funk das letzte Mal mit den Worten „Alles klar, gute Nacht“ gemeldet.
Daten auf privatem Flugsimulator des Piloten gelöscht
Auf dem privaten Flugsimulator des Piloten der verschwundenen Malaysia-Airlines-Maschine sind nach Angaben des malaysischen Polizeichefs Khalid Abu Bakar Daten gelöscht worden. Computerexperten versuchen nun, die Daten wiederherzustellen, die Anfang Februar gelöscht worden seien, erklärte der Polizeichef.
Der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein betonte, dass alle Crew-Mitglieder unschuldig seien, „bis das Gegenteil bewiesen ist“.
Das weiterhin verschwundene Flugzeug war am 8. März vom internationalen Flughafen in Kuala Lumpur abgehoben und sollte ursprünglich in der chinesischen Hauptstadt Peking landen. An Bord der Maschine befanden sich 12 Besatzungsmitglieder und 227 Passagiere aus 15 verschiedenen Nationen. 152 Passagiere hatten die chinesische Staatsbürgerschaft.
Bezüglich des Kopiloten gebe es noch keine verdächtigen Erkenntnisse. Dieser habe gerade seine Hochzeit geplant. (red/dts Nachrichtenagentur)

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