Sonntag, 14. Juli 2024

Leserbrief: „Joa heizt Hysterie an“

1. Februar 2020 | Kategorie: Kreis Germersheim, Leserbriefe und Kommentare

Foto: red

„Während alle Welt um Sachlichkeit im Umgang mit dem Coronavirus bemüht ist, versucht Herr Joa die Hysterie zu schüren und glänzt durch Unwissenheit.

1. Das Coronavirus ist ein Virus, das durch Zusammenpferchen von Wildtieren mutiert ist und nun auf den Menschen und durch den Menschen durch Tröpfcheninfusion übertragen wird. Wie die Grippeviren auch.

Die meisten infizierten Menschen haben grippeähnliche Symtome. Bisher sind nur multimorbide, alte Menschen gestorben, genau wie bei der Grippe auch.

2. Jedes Jahr sterben weltweit, je nach Aggressivität des Grippevirus, zwischen 290000 und 650000 Menschen. Bei der schweren Grippewelle 2018/2019 sind alleine in Deutschland laut Robert Koch Institut 25000 Menschen an den Folgen der Grippe gestorben.

Soviel ich mich erinnere, hatte Herr Joa dazu keine Fragen. Soweit zu den Viren.

Während Herr Braun sachlich erklärt hat, dass das separat stehende Gebäude durchaus für die Quaratänemaßnahmen geeignet ist und die Menschen sicher sind, meint Herr Joa die Hysterie schüren zu müssen und macht sich damit völlig unglaubwürdig.

Das betreuende, medizinische Personal weiß, wie es sich vor Ansteckung schützen kann und wird sich die ganzen 14 Tage in dem Gebäude aufhalten.

Herr Joa muss keine Angst haben, dass sich ganz Germersheim ansteckt, wenn in dem Gebäude jemand niest.

Und wer letztendlich bestimmt hat, wo die Menschen untergebracht werden, ist völlig egal. Irgendwo müssen sie ja hin.

All diese Fragen, die er gestellt hat, müsste er als MdL und Kreistagsabgeordneter eigentlich beantworten können.

Als Landtagsabgeordneter und Kreistagsabgeordneter müsste er wissen, dass es für alle Notfall- und Kathastophenszenarien Notfallpläne gibt. Diese Vorgaben werden von den entsprechenden Rettungseinheiten immer wieder trainiert. Und ich bin sicher, dass durch die Quaratänemaßnahmen in Germersheim kein Mensch in der Umgebung gefährdet ist.

Übrigens dürfen die Menschen auch besucht werden, wenn die Besucher entsprechende Schutzkleidung tragen. Herr Joa könnte sich doch persönlich davon überzeugen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht und wie es den Menschen dort ergeht. Wäre doch ein netter Zug von ihm, oder?

Herr Joa könnte sich mal an dem sachlichen und unaufgeregten Kommentar von Herrn Hitschler ein Beispiel nehmen, der es auch nicht versäumt hat, diesen Menschen alles Gute zu wünschen.“

Helga Trauth

Kandel

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