Donnerstag, 26. November 2020

Kühnert: Coronakrise darf kein Generationenkonflikt werden

24. Oktober 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Politik
Kevin Kühnert

Kevin Kühnert
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – SPD-Vize Kevin Kühnert mahnt, die Coronakrise nicht zu einem Generationenkonflikt werden zu lassen. „Die Corona-Situation erfordert zwei Botschaften.

Die eine lautet: Haltet durch und lasst uns solidarisch miteinander sein“, sagte Kühnert dem Nachrichtenportal Watson in einem Appell an die jungen Menschen in Deutschland. „Wir Jüngeren gehören zu sehr mobilen Generationen, es liegt jetzt also ganz besonders an uns, dass die Infektionszahlen nicht weiter außer Kontrolle geraten“, so Kühnert.

Die andere Botschaft sei: „Lasst euch keinen Generationenkonflikt aufdrängen. Weder müssen eure Großeltern sich zu Hause für euch einschließen, noch müsst ihr euch entschuldigen, wenn ihr euch mit anderen auf ein Bier trefft.“ Dem „Gerede von der angeblichen Party-Generation“ müssten die jungen Leute nicht alleine widersprechen, das mache man gemeinsam.

„Diejenigen, die euch nun mit billigen Sprüchen angreifen, haben einen großen Nachteil: Sie waren selbst mal jung und wissen ganz genau, dass das Leben mit 18 anders läuft als mit 50. Lasst uns versuchen, ihre Vorurteile nicht auch noch zu bestätigen.“

Linken-Chefin Katja Kipping sieht auch Positives in der aktuellen Corona-Situation: „Die Coronakrise zeigt uns gerade, wie sich eine ganze Gesellschaft im Nu umkrempeln lässt. Masken, Reisebeschränkungen, Rekordsummen zum Abfedern der wirtschaftlichen Folgen: Wer hätte das alles noch vor einem Jahr für möglich gehalten“, so Kipping.

Das sei aber auch ermutigend. „Es zeigt, was wir bewegen können, wenn wir nur wirklich wollen. Das macht auch Mut beim Kampf gegen Klimawandel, Armut und Hunger.“

FDP-Politikerin Ria Schröder mahnte, dass vor allem junge Menschen von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Maßnahmen betroffen seien: „Bislang werden die Bedürfnisse junger Menschen ignoriert, verniedlicht oder sogar verspottet und wir kommen kaum vor, wenn es um die Anti-Corona-Maßnahmen geht. Dabei sind wir dramatisch davon betroffen.“

Studenten verlören ihren Nebenjob, wenn Restaurants und Clubs schließen müssen. Sie fordert daher mehr Einbindung der Parlamente in die politischen Entscheidungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung richten sich mit Sperrstunden und Alkoholverboten in erhöhtem Maße an Jugendliche und junge Menschen, die zuletzt verstärkt in der Kritik standen, das Virus weiterzutragen. (dts Nachrichtenagentur)

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