Sonntag, 21. April 2019

Kandeler Hoteliers positionieren sich: „Kein Bedarf für Motel in Kandel“

13. April 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Wirtschaft in der Region

Sind sich in Sachen „kein Motel“ einig: v.li.: Maximilian Born, Werner Koch, Sandra Born, Bärbel Wenz und Michael Koch.
Foto: Pfalz-Express

Kandel – Im Gewerbegebiet „Östlich der Lauterburger Straße“ soll künftig ein Motel mit 42 Zimmern und 47 Stellplätzen entstehen.

Während die örtliche CDU kritisiert, dass für dieses Vorhaben keine Bedarfsplanung erfolgt sei, das Projekt den Stadtrat ohne die Stimmen der CDU passiert und man die Kandeler Hoteliers nicht einbezogen habe, verweist die SPD mit Stadtbürgermeister Günther Tielebörger auf die Kreisverwaltung und den Tourismusverein. Diese würden seit Jahren darauf hinweisen, dass man im Kreis weitere Unterkünfte benötige, so Tielebörger.

Gemeinsame Position

Die drei großen Kandeler Hoteliers indes teilen diese Ansicht nicht. Werner Koch (Hotel zur Pfalz), Sandra Born (Hotel Zum Rössel) und Bärbel Wenz (Hotel Zum Riesen) sehen in Kandel keinerlei Bedarf für ein Motel und positionieren sich gemeinsam gegen die Pläne der Stadt.

Nur drei Tage Vollbelegung

Schon jetzt könne man lediglich an drei Tagen zu Wochenbeginn von einer Vollbelegung sprechen, so Koch, Born und Wenz. An Donnerstagen und Freitagen seien die Übernachtungszahlen stark rückläufig und am Wochenende gebe es demnach viele freie Zimmer in Kandel.

Die drei Hotels können insgesamt etwa 120 Zimmer jeglicher Preiskategorie zur Verfügung stellen. Dazu gibt es noch diverse andere Zimmerangebote beispielsweise im Naturfreundehaus oder in Gasthäusern.

Hauptsächlich Kurzzeitbelegung

Das sind nach Aussage der Hoteliers mehr als genug Betten, zumal Kandel keine touristische Attraktion vorweisen könne, die dauerhaft eine große Zahl an Übernachtungsgästen anlocken würde. Zwei Radwege reichten nicht aus, um die Zimmer zu füllen, so die Hoteliers. Die Gäste sind in der Hauptsache Berufspendler, die zu Wochenbeginn in der Region arbeiten, oder Touristen, die nur eine kurze Übernachtungsmöglichkeit brauchen.

Viel Geld investiert

Die drei Hotelbetreiber haben immer wieder hohe Summen investiert, um die jeweils aktuellen Anforderungen beispielsweise an den Brandschutz und die Barrierefreiheit auf dem neusten Stand zu halten. Auch zahlreiche An- oder Umbauten wurden durchgeführt.

Ausbaukapazitäten vorhanden

Alle drei Hotels hätten zudem die Möglichkeit, noch Kapazitäten auszubauen, sofern sie denn gebraucht würden, betonen Koch, Born und Wenz. Man sei immer offen für Gespräche mit der Verwaltung, von der man allerdings nicht kontaktiert worden sei. An die Verwaltung herangetragene Anliegen seien in der Vergangenheit häufig ungehört verhallt. (cli)

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