
2017: Professor Dr. May-Britt Kallenrode wurde offiziell Unipräsidentin. Vorgänger Professor Heiligenthal freut es.
Archivfoto: Pfalz-Express/Ahme
Koblenz/Landau. „Die Funktions- und Strategiefähigkeit der künftigen Universität Koblenz ist sichergestellt“: Diese Zusage hat die Präsidentin der Universität, Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, in einem persönlichen Gespräch von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf erhalten.
In dem Gespräch, an dem auch der für Koblenz zuständige Vizepräsident Prof. Dr. Stefan Wehner teilgenommen hatte, stellte Wissenschaftsminister Wolf klar, dass die Funktions- und Strategiefähigkeit der Universität Koblenz ab dem Jahr 2023 in jedem Fall gesichert sei.
Das Treffen fand vor dem Hintergrund von Medienberichten statt, aus denen Zweifel über die Zukunftsfähigkeit des Koblenzer Universitätsstandorts laut wurden.
Die Hochschulleitung und der Minister sind sich darin einig, dass der Gesetzentwurf zur Neustrukturierung der Universitätsstandorte in Koblenz, Landau und Kaiserslautern allen Standorten die Chance bietet, am Ende gestärkt aus dem Prozess hervor zugehen.
Insbesondere der Standort Koblenz sieht als eigenständige Universität eine bessere Möglichkeit, die nationale und internationale Sichtbarkeit zu erhöhen, sich mit regionalen Partnern und Unternehmen zu vernetzen und ein eigenständiges, unverwechselbares Profil zu entwickeln.
Die starke Informatik und die breit aufgestellte Lehrkräftebildung für alle Schulstufen spielen hierbei zentrale Rollen, aber auch weitere innovative Wissenschaftsfelder zum Beispiel in den Bereichen Health Data Intelligence, Wasser oder Kultur- und Bildungswissenschaften sollen gestärkt und weiterentwickelt werden.
„Der Transformationsprozess hat bislang bei den Universitäten Einiges an Verunsicherung hervorgerufen“, erklärte Kallenrode. „In den vergangenen Monaten hat dieser Prozess eine klarere Strukturierung gewonnen. Auch wenn wir nicht in allen Fragen übereinstimmen, vertrauen wir weiterhin auf den vereinbarten, intensiven Dialog mit allen Vertretern des Wissenschaftsministeriums, um das Ziel des Neustrukturierungsgesetzes zu erreichen, nämlich alle drei akademischen Standorte zu stärken.“
Ende vergangenen Jahres hatte der Wissenschaftsminister im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ den rheinland-pfälzischen Hochschulen für die Jahre 2021 bis 2023 weiterhin jährlich 140 Millionen Euro zur Verfügung stellen können.
„Diese Verstetigung des Hochschulpakts haben wir als klares Signal empfunden, dass das Land die in den vergangenen Jahren aufgebauten Studienplätze und die Qualität in Studium und Lehre an unseren Standorten stärken will“, sagte die Präsidentin. „Diese Konsolidierung ist gleichzeitig die Grundlage dafür, dass wir die Hochschulstrukturreform angehen und die Universitätsstandorte mit den neuen Strukturen weiterentwickeln können.“
Für die Universität Koblenz, die offiziell am 1. Januar 2023 an den Start gehen wird, müssen ebenso wie für den Standort Landau die Fragen der Ressourcenverteilung und Strategiefähigkeit noch geklärt werden.
Hochschule und Ministerium sind sich darin einig, dass die Ressourcenausstattung (Personal und Finanzen) aus einem Mix unterschiedlicher Quellen erfolgen muss, der es in Summe ermöglicht, die Aufgaben der neuen Universität angemessen zu erfüllen: Hierzu zählen unter anderem der Grundhaushalt der Universität, der verstetigte Hochschulpakt sowie Sondermittel.
Die Universität wird ihre wissenschaftliche Weiterentwicklung in diesem Prozess aktiv durch die Einwerbung von Drittmitteln unterstützen, die für bestimmte Projekte oder Forschungsbereiche von Dritten befristet bereitgestellt werden.
„Der Standort Koblenz hat im Jahr 2019 rund 6,7 Millionen Euro an Drittmitteln für die eigene Forschung eingeworben und damit ein gutes Wachstum erzielt. Die Reform soll Koblenz in die Lage versetzen, hier künftig noch erfolgreicher zu sein“, ergänzte Vizepräsident Wehner. „Wir bauen darauf, dass mit dem Finanzierungsmix eine solide Ausgangsbasis geschaffen wird, zu dem auch ein angemessener Anteil der zentralen Universitätsverwaltung in Mainz gehören sollte.“

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