Trapani – Italien verschärft seinen Kampf gegen private Seenotretter. Die Staatsanwaltschaft im sizilianischen Trapani hat Ermittlungen gegen mehr als 20 Helfer wegen des Verdachts der Unterstützung illegaler Migration nach Italien aufgenommen, schreibt der „Spiegel“.
Unter den Betroffenen sind die Organisationen „Ärzte ohne Grenzen“ und „Save the Children“. Zehn der Beschuldigten waren Crewmitglieder des Rettungsschiffs „Iuventa“ des Berliner Vereins „Jugend rettet“.
Es war bereits vor knapp einem Jahr von den italienischen Behörden auf Grundlage zweifelhafter Belege beschlagnahmt worden.
Das Schiff hatte viele Monate lang Tausende von Flüchtlingen aufgenommen, die im Mittelmeer in Seenot geraten waren, und an andere Schiffe übergeben, die sie nach Italien brachten.
Die Ermittler in Trapani verdächtigen die Retter, mit libyschen Schleusern zusammengearbeitet zu haben. Ein paar Wochen vor Aufnahme der Verfahren in Trapani hatte allerdings die Staatsanwaltschaft in Palermo beantragt, Ermittlungen zu Rettungsaktionen im Mittelmeer einzustellen.
Es gebe „keinerlei Beweise“ für eine Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und Schleusern. „Jugend rettet“ verurteilt den erneuten Versuch, die Lebensretter zu kriminalisieren. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Berlin – Nachdem die Grenzen auf dem Balkan geschlossen sind, bereiten Schlepper eine neue Flüchtlingsroute von der Türkei und von Griechenland über ...
Brüssel – Die Europäische Union will ab Oktober ihren Kampf gegen Schleuser im Mittelmeer ausweiten. Sie plant sieben Kriegsschiffe, aber auch U-Boote, ...
Berlin – Die Bundespolizei sucht dringend Beamte für einen Italien-Einsatz. Sie sollen von kommender Woche an in Italien Sicherheitsinterviews mit Migranten führen, ...
Rom – Die italienische Marine hat in den vergangenen beiden Tagen 4.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet, die mit seeuntüchtigen Booten unterwegs ...
München – Die deutsche Justiz geht laut „Spiegel“ erstmals gegen US-Facebook-Manager vor. Die Staatsanwaltschaft München I hat gegen führende Verantwortliche des Internetkonzerns ...
Mainz – Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und kommissarische SPD-Chefin, Malu Dreyer, fordert in der Debatte über den Verbleib von aus dem Mittelmeer ...
Berlin – Die Nichtregierungsorganisation Sea Watch hat Verständnis für die Drohung Italiens gezeigt, künftig nicht mehr alle Rettungsschiffe mit Migranten in italienische ...
Paris – Der Gegner von Deutschland im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft steht fest: Italien bezwang am Montagabend im vorletzten Achtelfinale Titelverteidiger Spanien mit ...
Potsdam – Trotz der desolaten Verhältnisse für Migranten in Libyen machen sich weiterhin viele Menschen auf den Weg in das nordafrikanische Land. ...
Tripolis – Die Bundeswehr hat am Samstag 471 Flüchtlinge aus einem Holzboot im Mittelmeer gerettet. Die 324 Männer, 79 Frauen und 68 ...












