Dienstag, 11. Mai 2021

Impfzentrum Landau-Südliche Weinstraße: Ein gutes Team sorgt für einen reibungslosen Ablauf

27. April 2021 | Kategorie: Landau, Regional

Im Landauer Impfzentrum sind die Abläufe klar durchstrukturiert.
Fotos (auch Galerie): Rolf H. Epple

Landau. 19210 Personen (Stand 13. April) sind bis jetzt im Impfzentrum Landau-Südliche Weinstraße geimpft worden.

Ursprünglich waren für das letzte Wochenende nur 500 Zweitimpfungen mit Moderna vorgesehen (am 17. April).

Dann hatte das Land kurzfristig zusätzlichen Impfstoff für Erstimpfungen erhalten. Verimpft wurden am 18. April sowohl Biontech als auch Astra Zeneca.
Die gute Nachricht weiteren Impfstoffs zeichnete sich schon im Vorfeld bei einem Besuch des Pfalz-Express im Impfzentrum ab.

Die Leute am Counter wurden von der Stadt angestellt, berichtet Ricarda Bodenseh, Pressebeauftragte der Stadt Landau. Sie wurden in das System eingewiesen und gehen ihrer Arbeit sehr freundlich und gewissenhaft nach. Eine gute Repräsentation nach außen gleich zu Beginn ist schon einmal sehr wichtig.

Die Abläufe im Impfzentrum sind eine logistische Meisterleistung, das bestätigen auch Facebook-Kommentare immer wieder. Stefan Krauch (Stadt Landau) und Bastian Dietrich (Landkreis SÜW) sind die beiden Impfkoordinatoren – für den reibungslosen Ablauf ist Marco Sauerhöfer zuständig.

Auch dem unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen Helfer, wie zum Beispiel des DRK, ist Vieles zu verdanken. Nach ihrer beruflichen Tätigkeit tagsüber sind die Männer und Frauen im Impfzentrum vor Ort. „Es macht Spaß, ist aber auch sehr stressig“, weiß zum Beispiel Kreisbereitschaftsleiter Michael Mund. Die Arbeitgeber müssen natürlich auch mitziehen, diesbezüglich hat Mund ausgesprochenes Glück.

Mit Alexander Martin ist Mund für die Material-Logistik und den kompletten Wareneingang im Impfzentrum zuständig, Dennis Bein ist Gruppenführer in der Schnelleinsatzgruppe und er kümmert sich um die Personalplanung.

„Die Leute sind hochmotiviert – sie wollen etwas machen“, sagt Mund und spricht damit aus, was die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz motiviert.

Von 90 ehrenamtlichen DRKlern ist die Hälfte zur Zeit im Impfzentrum tätig. Obwohl es in Pandemiezeiten keine Einsätze bei Veranstaltungen gibt, hat das DRK genügend zu tun.
Aus dem Diagnosezentrum sei man inzwischen zwar „raus“, das mache die Bundeswehr jetzt alleine. Aber im Impfzentrum arbeite man jeden Tag in zwei Schichten.

„Es gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man so vielen Leuten helfen kann“, so Mund. Und spricht von einer „Super Truppe“, die sich aus Feuerwehr, Verwaltung, Org-Leitung, Festhallentechniker und seinem eigenen Bereich, dem DRK, zusammensetzt.

Gefreut habe man sich über Regalsysteme aus dem ehemaligen Kaufhof, die der Projektentwickler Ehret&Klein gespendet hat. Auch das vor vier Wochen eingeführte Bonsystem basiert auf alten Bonmaschinen des Kaufhofs. Kein anderes Impfzentrum benutzt dieses System, da ist das DRK, das die Idee dazu hatte, und die Programmierung übernommen hat, schon ziemlich stolz darauf.

Jetzt kann jeder zu Impfende eine Zahl ziehen, er weiß, wann er drankommt. Impfvordrängler gibt es so nicht mehr.

Verschiedene Farben weisen den Weg, grünes Band am Handgelenk bedeutet in der Regel Biontech-Straße, mit dem gelben geht es üblicherweise zur AstraZeneca-Impfung. Blaues Band am Handgelenk: Hier geht es zur Zweitimpfung.

Die Farben, die auf dem Boden die einzelnen Impfstraßen bezeichnen, lassen eigentlich keinen Irrtum aufkommen.
Das Sicherheitskonzept wurde in den vergangenen Tagen nochmal nachgebessert, da es teilweise zu Verwechslungen kam.

„Ja, wir waren in einigen Punkten Vorreiter,“ bestätigt Mund. “Da wir etwas später als andere angefangen haben, konnten wir beim Land nochmal nachfragen und nachbessern.“

Es gebe zwar Vorgaben vom Land ,was ein Impfzentrum betrifft, aber „jede Liegenschaft ist anders“. Ein Messebauer habe sich die Vorgaben durchgelesen und einen Plan erstellt „und wir haben es umgesetzt“, erzählt Mund.

Die Impfdosen erreichen das Zentrum in unregelmäßigen Abständen. Sie werden von einer zentralen Vergabestelle des Landes geschickt und im Impfzentrum auf Trockeneis gelagert.

Danach können Sie aufgezogen und verimpft werden.

Wichtig im Impfablauf sei die Pünktlichkeit der Leute. Die Impflinge sollten nicht zu früh und nicht zu spät kommen, denn es gäbe eine enge Taktung, die eingehalten werden müsse, erzählt Marco Sauerhöfer.

Damit die Räder perfekt ineinander greifen können, sollte man 15 Minuten vor dem festgelegtem Termin im Impfzentrum sein, nicht früher und nicht später. Auch sollten alle nötigen Dokumente dabei sein (Einladung, Ausweis, Priorisierungsbestätigung).

Bei beiden Impfungen sollte man 35 Minuten (inklusive Wartezeit) einplanen.

Jeweils drei Ärzte und drei medizinische Fachangestellte betreuen die beiden Impfstraßen, zwei Ärzte und zwei medizinsche Fachangestellte (MFA) sind für die Zweitimpfungen zuständig. Die MFA hat die Durchführungsverantwortung, der Arzt trägt die Verantwortung für den Impfvorgang als solchen. Der Arzt muss kein niedergelassener Arzt sein und auch das Fachgebiet ist egal.

Bisher gab es keine Notfälle, nur einige Herz-Kreislaufbeschwerden, die wahrscheinlich der Aufregung geschuldet waren. Der Sanitätsdienst kann sich jederzeit mit dem Impfarzt über ein weiteres Vorgehen beraten, falls nötig.

Auch der Sanitätsdienst spricht von positiven Eindrücken. Es werde die Übersichtlichkeit des Impfzentrums gelobt. Die Leute wunderten sich manchmal, dass die Prozedur gar nicht so schlimm sei.

„Verkrampfen sollte man nicht. Bei Fragen wird man aufgeklärt. Es braucht keiner Angst zu haben und man kann auf jeden, der hier arbeitet, entspannt zugehen“, erklärt das Sanitätsteam Maryam Kamel und Maurice Knieriemen, die am Pressetermin gerade Dienst haben. (desa)

Galeriebilder: Rolf H. Epple

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