
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Schutzmaßnahmen für Ärzte und Pfleger sind in zahlreichen Krankenhäusern Deutschlands offenbar nicht ausreichend.
Zu diesem Ergebnis kommt der größte deutsche Ärzteverband, der Marburger Bund, in einer Befragung unter rund 10.000 Ärzten. „Die Hälfte der von uns befragten Mitglieder bestätigt, dass es solche Schutzmaßnahmen gibt, die andere Hälfte verneint dies.
Insofern gibt es hier in einer Reihe von Kliniken offenkundig Nachholbedarf“, teilte der Verband der „Welt am Sonntag“ mit. Zu den Schutzmaßnahmen gehört etwa von Kliniken vorgehaltenes Sicherheitspersonal, spezifische Schulungen oder Deeskalationstraining.
Angesichts zunehmender Gewalt gegen Ärzte und Pfleger kritisieren auch Teile der Politik fehlende Sicherheitskonzepte in Krankenhäusern. „Einzelne Kliniken haben bereits sehr viel unternommen zum Schutz ihres Personals. Aber viele Kliniken haben noch nicht angemessen Vorsorge getroffen und verfügen über gar keine oder allenfalls mangelhafte Schutzkonzepte“, sagte Grünen-Gesundheitssprecher Janosch Dahmen.
Das Scheitern der Ampelkoalition und die Neuwahlen im Februar könnten geplante Maßnahmen gegen den Gewalttrend dabei weiter verzögern. „Die Reform der Notfallversorgung hätte beispielsweise den Schutz von Personal und Patienten präventiv deutlich gestärkt.
Dass FDP und CDU dem Gesetz nicht zustimmen wollen, obwohl sie inhaltlich eigentlich erkennbar einverstanden sind, werte ich als gefährliche Wahltaktik“, so Dahmen. (dts Nachrichtenagentur)

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