London – Obwohl die Partei von Großbritanniens Premierministerin Theresa May bei der vorgezogenen Unterhauswahl ihre absolute Mehrheit verloren hat, will die britische Regierungschefin offenbar eine neue Regierung bilden.
Das berichtet die BBC. Auch wenn sie immer noch die meisten Sitze im Parlament haben, fehlen den Konservativen mehrere Sitze für die absolute Mehrheit von 326 Mandaten.
Gemeinsam mit der EU-skeptischen Democratic Unionist Party aus Nordirland käme man aber auf eine regierungsfähige Mehrheit. Möglich wäre eine Koalition oder die Tolerierung einer Minderheitsregierung. DUP-Chefin Arlene Foster sagte der BBC, dass sie von Gesprächen mit den Konservativen ausgehe.
Was das Wahlergebnis für die anstehenden Brexit-Verhandlungen bedeutet, ist noch unklar. Der EU-Chefunterhändler für die Brexit-Verhandlungen, Michel Barnier, teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass man mit den Verhandlungen beginnen wolle, sobald das Vereinigte Königreich dazu bereit sei.
Eigentlich sollen die Verhandlungen am 19. Juni beginnen. Mit der vorgezogenen Wahl wollte May sich den Rückhalt des Parlaments in den Verhandlungen sichern, was ihr aber aufgrund des unerwartet schlechten Ergebnisses nicht gelang. (dts Nachrichtenagentur)

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