
Foto: dts Nachrichtenagentur
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) befürchtet bei der pro-iranischen Gruppe Hayi eine neue Eskalationsstufe in Europa.
„Neu ist die Warnung Hayis, sich nunmehr nicht mehr nur auf `einfache` Angriffe zu beschränken, sondern langfristig auch gefährlichere Tatmittel einzubeziehen“, erklärte die Behörde auf Anfrage des „Handelsblatts“ .
Gemeint ist ein möglicher Übergang von Brandstiftungen zu Anschlägen mit Sprengstoff oder Waffen. Hintergrund sind mehrere Anschläge auf jüdische und US-amerikanische Einrichtungen in europäischen Ländern seit dem 9. März 2026, darunter auch in Deutschland. Zu den Angriffen, insbesondere Brandanschläge, habe sich die Gruppierung „Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya“ (Hayi) mittels Videos bekannt, so der Verfassungsschutz.
Die Taten erfolgten demnach „jeweils in den Nacht- oder frühen Morgenstunden und verliefen bislang ohne Personenschäden“. Es seien vor allem Einrichtungen in den Benelux-Staaten und Großbritannien angegriffen worden.
Der Verfassungsschutz vermutet hinter der Gruppierung ein irakisch-schiitisches Netzwerk. „Die Organisation nutzt unterschiedliche Kanäle aus dem schiitisch-extremistischen und pro-iranischen Bereich in verschiedenen sozialen Medien, um über ihre Aktivitäten zu berichten“, erklärte die Behörde. Hayi benenne „zudem neuerdings klar ihre politische Motivation hinter den Taten und drohe offen israelischen Einrichtungen sowie den sogenannten `Feinden des Islams` in Europa“. (dts Nachrichtenagentur)
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