
Foto: dts Nachrichtenagentur
Kollabieren der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland.
„Alle reden über die Schweine, aber die Situation in der Geflügelbranche ist nicht besser“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vor allem der Bereich der Putenhaltung sei betroffen. „Die Erzeugerpreise sind niedrig, die Futterpreise hoch.
Da lassen viele Landwirte die Ställe einfach leer stehen, um nicht mit jedem neu eingestallten Tier weiteres Geld zu verlieren.“ Die Geflügelbranche kämpft mit den wirtschaftlichen Folgen des schlimmsten Vogelgrippe-Ausbruchs, der in Deutschland je registriert worden ist. Rund 150 Betriebe waren betroffen.
Den Schaden beziffert Ripke mit 30 Millionen Euro. Zudem ist infolge der Corona-Pandemie durch Schließung der Gastronomie die Nachfrage nach Geflügelfleisch eingebrochen. „Da sagen viele Geflügelhalter: `Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr`“, so der CDU-Politiker.
Ähnlich angespannt ist die Situation im Bereich der Schweinehaltung. Die Agrarminister der Bundesländer wollen auf der Ressortchef-Konferenz in dieser Woche über weitere politische Maßnahmen beraten. Ripke forderte, die Politik müsse offene Fragen wie etwa zum Umbau der Tierhaltung nach der Wahl schnell beantworten.
Der Verbandspräsident warb für die Einführung eines Tierwohlbeitrages, den beispielsweise Handel oder Gastro in einen Fonds verpflichtend einzahlen sollen. Aus dem Fonds sollen Stallumbauten finanziert worden. „Das ist vergleichsweise schnell umsetzbar. Wir können nicht noch zwei Jahre über die Erhöhung der Mehrwertsteuer oder andere Einnahmequellen diskutieren.“ (dts Nachrichtenagentur)
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