Berlin/Brüssel- Europas Banken sollen 55 Milliarden Euro ansparen, um sich in einer Krise künftig aus eigener Kraft sanieren oder die eigene Abwicklung mitfinanzieren zu können.
Das geht aus den Plänen zum Aufbau einer sogenannten Bankenunion hervor, welche die „Süddeutsche Zeitung“ einsehen konnte.
Das Geld soll bis 2025, spätestens 2028 in einen zentralen europäischen Abwicklungsfonds eingezahlt werden. Bisher musste stets der Steuerzahler einspringen, um Banken vor einer Pleite zu retten. Durch die Vorsorge der Banken sowie eine Kostenbeteiligung von Aktionären, Gläubigern und Einlegern soll dies künftig vermieden werden.
Zwar sind sich die europäischen Staaten weitgehend darin einig, dass Europas Geldhäuser künftig zentral beaufsichtigt und abgewickelt werden sollen, um den politischen Einfluss auf die Institute einzudämmen und die Steuerzahler zu schützen. Allerdings liegen die Regierungen in den Details weit auseinander. Strittig ist, wer zahlen muss, bis der milliardenschwere Bankenfonds gefüllt ist, ob alle 6000 Banken der Eurozone in den Fonds einzahlen oder nur die größten 130.
Unklar ist auch, wer die letzte Entscheidung trifft, dass eine Bank geschlossen werden muss. Eine Lösung wird bis Ende des Jahres angestrebt. Um die deutsche Position nach Ende der Koalitionsverhandlungen deutlich zu machen, hatte der amtierende Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für diesen Freitag die Kollegen aus den vier größten Euro-Ländern nach Berlin eingeladen, dazu Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und den Direktor der Europäischen Zentralbank, Jörg Asmussen, sowie EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.
Über die Ergebnisse wurde zunächst jedoch Stillschweigen vereinbart. Die Rede war nur von einem „Gedankenaustausch“ vor den abschließenden Verhandlungen nächste Woche. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Rom – Die italienische Regierung will nun doch bis zu 17 Milliarden Euro in die beiden von der Pleite bedrohten Bankhäuser Veneto ...
Brüssel – EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will dem Euro-Rettungsfonds ESM die Verantwortung für die Abwicklung angeschlagener Banken in der Euro-Zone übertragen. „Der Euro-Rettungsfonds ...
Berlin – Die Hilfsmilliarden der Euro-Partner an Griechenland sind nach Recherchen des globalisierungskritischen Bündnisses Attac zu mehr als drei Vierteln in den ...
Frankfurt/Main – Eine US-Kanzlei bereitet nach einem Bericht von „Bild am Sonntag“ Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe gegen deutsche Banken vor. Sparkassen, Volksbanken und ...
Berlin – In der Frage, wer die Kosten des deutschen Atomausstiegs trägt, hat es offenbar eine Entscheidung gegeben. Die sogenannte Atomkommission habe ...
Berlin – Die Finanzierung der griechischen Banken scheint trotz des eingeschränkten Zugangs zu Mitteln der Europäischen Zentralbank (EZB) gesichert: Der EZB-Rat hat ...
Brüssel – Die EU-Kommission hat gegen fünf Banken Geldbußen in Höhe von insgesamt 1,07 Milliarden Euro wegen der Beteiligung an zwei Kartellen ...
Frankfurt/Main – Die Nullzins-Ära kostet die Deutschen bis zum Jahresende knapp 200 Milliarden Euro. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ mit Verweis ...
Frankfurt/Main – Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt davor, die italienische Bank Monte die Paschi übereilt mit staatlichen Hilfen zu retten. In einem Interview ...
Berlin – Immer mehr Banken schaffen das Gratiskonto ab, verlangen von ihren Kunden künftig wieder Kontoführungsgebühren. So verschickt die Deutsche Bank aktuell ...
Berlin – Die Deutsche Bahn (DB) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro gemacht. Im Geschäftsjahr 2015 hat die ...
Berlin – Für die Versorgung der Baby-Boomer-Generation hat die Pflegeversicherung bisher 2,4 Milliarden Euro angespart. Dem Pflegevorsorgefonds seien 2015 insgesamt 1,1 Milliarden ...













