
V.li.: Jugend- und Sozialdezernent Christoph Buttweiler, Referentin Kristin Schmitt, die Moderatoren Michaele Kuntz und Jan Thüner sowie Kreisjugendamtsleiterin Denise Hartmann-Mohr.
Foto: Kreisverwaltung Germersheim/Christian Matheis
Wörth/Kreis Germersheim – Zum Thema „Inklusiver Kinderschutz – Kinderschutz inklusive!“ fand Ende November in der Festhalle Wörth die diesjährige Netzwerkkonferenz des Regionalen Netzwerks Kindeswohl und Kindergesundheit statt, an der rund 160 Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen der Jugend- und Gesundheitshilfe sowie aus Schulen teilnahmen.
Der Erste Kreisbeigeordnete und Jugend- und Sozialdezernent Christoph Buttweiler begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und betonte das große Interesse und das große Gestaltungspotential für dieses Thema, das auch mit der Unsicherheit über die `große Lösung´ zusammenhänge, also der alleinigen Zuständigkeit des Jugendamtes für alle Kinder und Jugendlichen – mit oder ohne Behinderung – ab dem Jahr 2028.
Kreisjugendamtsleiterin Denise Hartmann-Mohr lobte das Netzwerk für seine fachliche Vielfalt und Verbindung und informierte kurz über aktuelle Situationen und Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe und im örtlichen Jugendamt.
Die Moderation des Tages übernahmen Michaele Kuntz, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Kindeswohl und Kindergesundheit, und Jan Thüner, Jugendhilfeplaner, die auch Ayse Tokus als neue Verfahrenslotsin der Eingliederungshilfe vorstellten. Dieses neue Angebot des Jugendamts ist ab 1. Januar 2024 verpflichtend und wird bereits seit Juni 2023 als Modellprojekt RLP in Germersheim erprobt.
Als Referentin zum Thema konnte Kristin Schmitt von der Mosaikschule Ludwigshafen gewonnen werden, die als Schulsozialarbeiterin an einer Förderschule in Ludwigshafen arbeitet und auch in Mainz als Referentin zum Thema inklusiver Kinderschutz tätig ist. In ihrem Vortrag ging sie auf die Vielfalt von Behinderungen und die Kraft der Wörter ein und zeigte anhand von Videosequenzen, dass „ein Kind ein Kind ist – ob mit oder ohne Behinderung.“
Am Nachmittag wurde der Kinderschutz aus der Praxisperspektive beleuchtet: Ein Team des Allgemeinen Sozialen Dienstes im Jugendamt stellte anhand eines Fallbeispiels Risiko- und Schutzfaktoren vor und diskutierte mit der Referentin Kristin Schmitt über Argumente des Kinderschutzes.
Den Abschluss bildete eine Diskussion mit der „Jungen Lebenshilfe“, einer selbstorganisierten Elterngruppe von Kindern mit Behinderungen bzw. chronischen Erkrankungen, die über ihren Familienalltag und den Anerkennungsprozess von Behinderung berichteten. Die Diskussion wurde von Jan Thüner geleitet und von Denise Hartmann-Mohr und Kristin Schmitt begleitet.
Für musikalische Auflockerung bei diesem herausfordernden Thema sorgten Anna Minges und Mirco Leingang mit Gitarren, Saxophon und Gesang.
Das Ziel dieser Netzwerkkonferenz war es, laut Jugend- und Sozialdezernent Buttweiler und Jugendamtsleiterin Hartmann-Mohr, „durch interdisziplinäre Zusammenarbeit Wissens- und Handlungslücken zu schließen und weiter an diesem Thema dran zu bleiben“.

Foto: Kreisverwaltung Germersheim/Christian Matheis
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