
OB Dr. Christoph Hammer, Stadtbürgermeister Werner Kastner und Weinprinzessin Louisa Fruth bei den Festansprachen im Münster St. Georg.
Foto: privat
Dinkelsbühl. Seit dem Jahre 1955 sind die Stadt Edenkoben und die alte fränkische Reichsstadt Dinkelsbühl in Form einer Weinpatenschaft in großer Freundschaft verbunden.
Dass sich die Weinpatenschaft nicht auf Kontakte der Offiziellen beschränkt,. Sondern
eine Herzensangelegenheit unzähliger Bürger beider Städte ist, zeigte sich einmal mehr beim Jubiläumstreffen in Dinkelsbühl.
Fast 200 Edenkobener waren nach Dinkelsbühl gereist, um das im Vorjahr in Edenkoben
begangene Jubiläum nun auch in der lt. Focus „schönsten Altstadt Deutschlands“ gebührend
zu feiern. Und die Feier war ein Riesenerfolg.
Die Partner in Dinkelsbühl hatten bei bester Witterung ein umfangreiches, überaus erlebenswertes Programm geboten, das keine Wünsche offen lies.
Die Erstürmung der die Altstadt umschließenden Stadtmauer, Stadt- und Themenführungen,
Besichtigungen der sehenswerten historischen Gebäude, Frühschoppen im Zeughaus und
eine Wanderung zum historischen, denkmalgeschützten Friedhof im Ortsteil Segringen waren
einige der Highlights.
Am Samstagabend fanden sich im urigen Spitalhof hunderte Dinkelsbühler ein, um mit den Gästen aus Edenkoben ein Patenschaftsfest zu feiern.
Mit dabei auch die Edenkobener Winzer, deren Weine rasenden Absatz fanden.
Während bis spät in die Nacht Weinfeststimmung herrschte, ging es am frühen Sonntag
sehr feierlich weiter.
Im Rahmen eines Ökumenischen Festgottesdienstes im voll besetzten Münster St. Georg schauten der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer und Stadtbürgermeister Werner Kastner auf erfolgreiche 60 Jahre Weinpatenschaft Edenkoben-Dinkelsbühl zurück.
Kastner erinnerte in seiner Ansprache an unzählige Begegnungen „hüben und drüben“, die allesamt
der Förderung der Freundschaft unter den Vereinen, Institutionen und vor allem der Bürger beider
Städte dienten.
Sein Dank galt allen, die sich in den letzten 6 Jahrzehnten mit viel Engagement für eine stete Entwicklung dieser Freundschaft eingesetzt haben.
Der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Christoph Hammer zeigte sich stolz über die Verbindung zu Edenkoben, das aus seiner Sicht nicht nur durch landschaftliche Schönheit besticht, sondern in den letzten Jahren städtebaulich einen enorme Aufwertung erfahren habe.
Viele Dinkelsbühler würden oft und sehr gerne in „die schöne Stadt im Rebenmeer“ reisen, um
den Wein und das besondere Flair der Weinstadt zu genießen.
Die Edenkobener Weinprinzessin Louisa Fruth brachte es in SachenWeinpatenschaft auf den Punkt, als sie daran erinnerte, dass bei all den vielen Begegnungen zwischen Dinkelsbühlern und Edenkobern immer der Wein eine bedeutende, weil freundschaftsverbindende Wirkung gehabt habe.
Da in Dinkelsbühl eine neu erbaute Kreisverkehrsanlage „mit Bezug zu Edenkoben“ angelegt werden soll, übergab Werner Kastner als Gastgeschenk 2 Kastanienbäume sowie einige Weinreben,
die dann den Mittelpunkt des Kreisels zieren sollen.
Eine besondere Freude hatten die Gastgeber nach dem Gottesdienst zu bieten. Die weltbekannte Dinkelsbühler Knabenkapelle spielte am Weinmarkt, im Herzen der Altstadt zu Ehren der Gäste aus Edenkoben ein rund 1stündiges begeisterndes Standkonzert.
Am Ende des Jubiläumstreffens waren sich alle Edenkobener darin einig, dass man auf die Patenschaft mit dem einzigartigen Dinkelsbühl vorbehaltlos stolz sein kann.
Die Stadt Edenkoben bietet im Juli eine weitere Möglichkeit, Dinkelsbühl zu besuchen.
Am Sonntag, 17. Juli findet bei entsprechender Resonanz eine Busfahrt zur „Kinderzeche“ statt, bei der in Dinkelsbühl für 10 Tage das Mittelalter aufersteht und die Rettung der Stadt vor den Schweden Gustav Adolfs dargestellt und gebührend gefeiert wird.
Interessenten sollten sich mit dem Rathaus der Stadt Edenkoben (Tel. 06323-3811) in Verbindung setzen. (Text: Rathaus Edenkoben)

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