
Badepark Wörth
Foto (Archiv): Pfalz-Express/Steinbrecher
Wörth – Die seit Wochen intensiv geführte Diskussion um eine Besucherobergrenze im Wörther Badepark ist am Dienstag, 8. Juli 2025, im Werkausschuss Bäderbetriebe ins Stocken geraten. Eine Beratung und Beschlussfassung wurde durch das Veto der Vertreter von SPD und Grünen blockiert.
Hintergrund ist die Situation an mehreren heißen Tagen im Juni, als der Badepark zeitweise total überfüllt war und die Zufahrts- und Rettungswege teilweise komplett zugeparkt wurden. Um solche chaotischen Zustände künftig zu vermeiden, hatte Bürgermeister Steffen Weiß (FWG) bereits in der Stadtratssitzung am 1. Juli angekündigt, das Thema rasch im zuständigen Werkausschuss zu beraten.
Der Ausschussvorsitzende Peter Pfaff (CDU) hatte für die Sitzung eine Tischvorlage vorbereitet, die einen konkreten Vorschlag der Verwaltung enthielt. Um den Punkt auf die Tagesordnung zu setzen, war jedoch eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Sowohl SPD als auch Grüne lehnten die kurzfristige Aufnahme ab. Ausschussmitglied Helmut Wesper (SPD) erklärte, er sei unsicher, ob der Ausschuss überhaupt zuständig sei und konnte keine klare Zuständigkeit finden. Er betonte gegenüber dem Pfalz-Express, er habe den Tagesordnungspunkt deshalb abgelehnt, um eine Entscheidung zu vermeiden, die später von frustrierten Badegästen angefochten werden könnte. Widerspruch zu dieser Einschätzung gab es nach Wespers Angaben in der Sitzung nicht.
Da keine Zwei-Drittel-Mehrheit zustande kam, konnte der Tagesordnungspunkt nicht beraten werden. Trotzdem nutzte Peter Pfaff die Gelegenheit, seine Position zur Obergrenze und zur aktuellen Lage im Badepark darzulegen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde das Thema indirekt erneut angesprochen: Wesper stellte einen Zusammenhang zur defekten Wärmehalle her. Bürgermeister Weiß machte jedoch unmissverständlich klar, dass eine Beratung der Obergrenze nun nicht mehr im Ausschuss erfolgen werde. Stattdessen werde die Stadtverwaltung – wie bereits im Stadtrat angekündigt – im Rahmen der Gefahrenabwehr eine Festlegung treffen.
Unterstützung für eine Obergrenze kam aus den Reihen der Freien Wähler: Ausschussmitglied Laura Rummler betonte die Verantwortung gegenüber den Anwohnern sowie dem Personal im Badepark. Sie kritisierte die Blockade von SPD und Grünen scharf: „Wir haben eine Verantwortung gegenüber dem Personal, den Badegästen und den Anwohnern. Es braucht klare, verlässliche Regelungen gerade in Spitzenzeiten. Wer diese Diskussion verweigert, handelt an den Bedürfnissen der Stadt vorbei.“
Hinsichtlich der defekten Wärmehalle konnte die Verwaltung noch keinen konkreten Zeitplan zur Wiederinbetriebnahme vorlegen. Für die geplante Neukonzeption der Bäderlandschaft wurde jedoch die Erstellung eines Pflichtenhefts auf den Weg gebracht. Mehrere Sitzungstermine im laufenden Quartal sind bereits vereinbart.
Einigkeit bestand im Ausschuss über die unzureichenden Informationen zur Wärmehalle in den Sitzungsunterlagen. Kritik dazu kam auch aus den Reihen der Freien Wähler. Ausschussvorsitzender Pfaff verwies darauf, dass im Vorfeld lediglich Ausschussmitglied Daniel Stöffler (FWG) weitergehende Informationen angefordert habe.

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