Montag 20.April 2026

CDU Rheinland-Pfalz: Wahlkampf-Abschluss mit Kanzler-Unterstützung

21. März 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Landtagswahl RLP 2026, Politik regional, Regional, Top-Artikel

Gordon Schnieder (2.v.r.) zu Merz (vorne): „Bei dir ist das Land in besten Händen“.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bad Dürkheim. Lange Schlangen am Einlass zur Salierhalle, ein einzelner Gegendemonstrant vor der Halle und eine ausgelassene Stimmung in der Halle: So könnte man den Wahlkampfabschluss der rheinland-pfälzischen CDU am Abend des 20. März 2026 kurz beschreiben.

Die Salierhalle war mit über 1.000 Teilnehmern bis auf den letzten Platz gefüllt – Viele, zum Teil weiter Angereiste, wollten Bundeskanzler Friedrich Merz einmal live erleben. Die Bad Dürkheimer Stadtkapelle stimmte im Vorfeld das Publikum mit einem Udo Jürgens-Medley auf den Kanzler ein, der dann mit dem Turner-Stück „Simply the best“ in die Halle einzog und bei seinen Anhängern für wahre Begeisterungsstürme sorgte. Zuvor hatte sich Merz noch in das Goldene Buch der Stadt Bad Dürkheim eingetragen.

Demonstrant vor Salierhalle.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Friedrich Merz unterstrich die Bedeutung der bevorstehenden Landtagswahl und rief zur Unterstützung der CDU Rheinland-Pfalz auf: „Rheinland-Pfalz war in den 60er und 70ern ein modernes Land und muss von einem mittleren Platz wieder an die Spitze in Deutschland. Ich traue das Gordon Schnieder und seiner Mannschaft zu! Diesen Sonntag geht es um eine Richtungsentscheidung, es geht um eine personelle Weichenstellung. Es geht um eine Regierung, die den Anspruch hat, dieses Land wieder an die Spitze zu führen.“

Er habe den Wahlkampf mit großer Freude begleitet. „Mit Entsetzen“ habe er allerdings festgestellt, dass er in Bad Dürkheim das letzte Mal vor 50 Jahren gewesen sei (auf dem Wurstmarkt). Daran habe er nur gute Erinnerungen gehabt. Auch dieses Mal sei er gerne in Rheinland-Pfalz gewesen, viermal insgesamt in den letzten Wochen, „und ich werde, wie viele andere auch, sehr gespannt auf diesen Sonntag schauen.“

Die Stadtkapelle Bad Dürkheim sorgte für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.
Foto: PFalz-Express

Merz kündigte an, Präsident Trump auf den Wurstmarkt einladen zu wollen, allerdings nicht zur Eröffnung des Wurstmarkts, der am 11. September startet. 9/11 sei 15 Jahre her, so Merz (25 Jahre, 2001 – die Red.), aber der Wurstmarkt laufe ja an zwei Wochenenden. „Ich werde am Wochenende mit ihm telefonieren, er ist allerdings im Moment nicht gut auf mich zu sprechen“.

Im Übrigen nehme er die Bezeichnung „Außenkanzler“ als Kompliment. Kritik übte er an der überbordenden Bürokratie der EU („sie schlägt über die Stränge“). Man müsse mit vernünftigen Anreizen und bester Technologie und nicht mit Verboten agieren. Industrie und Klimaschutz seien zu vereinbaren mit modernsten Technologien.

Schnieder bedankte sich bei allen Mitstreitern, Kandidaten und Unterstützern für einen „grandiosen Wahlkampf“: „Ich habe Anfang Januar gesagt, ich besuche nochmal jeden der 52 Wahlkreise. Heute ist der 51., hier in Bad Dürkheim. Ich habe gesehen, mit welchem Elan vor Ort gekämpft worden ist. Wie wir auch an den Haustüren empfangen worden sind. Wie gut die Stimmung an den Ständen war.“ Im Wahlkampf habe man alles gegeben. „Das könnte direkt noch 4 Wochen so laufen“, meinte Schnieder.

Und er rief alle dazu auf, auch in den letzten verbleibenden Stunden alles zu geben: Wir haben einen Marathon absolviert, den wir mit einem Sprint beenden wollen“.

Die Menschen in Rheinland-Pfalz wollten Veränderung. Rheinland-Pfalz sei ein starkes Land. „Aber wir bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück“, so Schnieder. Dabei ging er noch einmal auf die großen CDU-Themen im Wahlkampf ein: Bildung, Gesundheit, innere Sicherheit und auch die Situation der rheinland-pfälzischen Wirtschaft (siehe auch Video).
„Wir wollen die stärkste Kraft werden und den Weg, den das Land nimmt, verbessern. Darauf können Sie sich bei mir verlassen“. (desa)

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