
Andreas Mattfeldt
Foto: dts Nachrichtenagentur
In der CDU macht sich Unmut über Wirtschaftsvertreter breit, die den Standort Deutschland und die Regierungsperformance schlechtreden.
Der Haushaltspolitiker der CDU/CSU-Fraktion Andreas Mattfeldt sagte dem „Stern“, nicht allein die Politik sei Schuld an der aktuellen Lage. „Es gab in den letzten Jahren auch krasse Managementfehler, beim Einsatz neuer Technologien, bei den Regeln für das mobile Arbeiten, bei großen Zukunftsentscheidungen.“
Wenn Firmenchefs oder Verbandsvertreter der Wirtschaft tagtäglich Abwärtsszenarien heraufbeschwören, sei das kontraproduktiv. Das sage er auch als Unternehmer. Wirtschaft sei zu großen Teilen Psychologie. Seine Oma habe immer gesagt: „Man jammert nicht, man ändert das.“
Auch die Chefin der Mittelstandsvereinigung der CDU, Gitta Connemann, warf Wirtschaftsvertretern vor, in ihrer Klage die komplexe politische Lage nicht ausreichend zu berücksichtigen. „Eine Demokratie ist kein Betrieb, wo nur einer sagt, wo es lang geht“, sagte Connemann dem „Stern“. In einer Demokratie gehe es um Mehrheiten. Ohne Kompromiss gehe es nicht, aber der sei nicht mehr in.
Das werde auch ausgelöst durch die AfD, die so tue, als könne sie alles sofort ändern und damit im Mittelstand auf offene Ohren stoße. Das sei eine verhängnisvolle Mischung. (dts Nachrichtenagentur)
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