Karlsruhe – Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am Dienstagabend haben die Ermittlungen laut Bundesanwaltschaft bisher keinen Beleg dafür ergeben, dass der am Mittwoch vorläufig festgenommene Abdul Beset A. an dem Attentat beteiligt gewesen ist.
Da der 26-jährige Iraker aber im dringenden Verdacht stehe, sich spätestens Ende 2014 im Irak dem sogenannten „Islamischen Staat“ angeschlossen zu haben, sei dennoch Haftbefehl gegen ihn beantragt worden, teilte die Behörde am Donnerstag mit.
Den Erkenntnissen zufolge habe er im Irak das Kommando über eine Einheit von etwa zehn Personen geführt. Aufgabe seiner Einheit sei es gewesen, Entführungen, Verschleppungen, Erpressungen und auch Tötungen vorzubereiten, so die Bundesanwaltschaft. Auch er selbst soll für die Vereinigung gekämpft haben.
Der Beschuldigte soll am Donnerstagvormittag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden wird.
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