
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin- Bundeswahlleiter Georg Thiel rechnet mit einem steigenden Anteil an Briefwählern bei der nächsten Bundestagswahl infolge der Corona-Pandemie, ist aber strikt dagegen, diese als reine Briefwahl stattfinden zu lassen.
„Es ist wahrscheinlich, dass auch bei der Bundestagswahl der Anteil der Briefwähler steigt. Darauf bereiten wir und das Bundesinnenministerium uns jetzt schon intensiv vor – zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Post“, sagte Thiel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Er könne auf ein erfahrenes Team setzen, das alle Systeme mehrfach teste, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, so Thiel. „Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir selbst bei einer deutlichen Steigerung der Briefwahlstimmen in der Wahlnacht oder spätesten am nächsten Morgen ein vorläufiges amtliches Endergebnis verkünden können“, sagte er.
Eigentlich sei das Ziel, bis ein oder zwei Uhr nachts ein Ergebnis zu haben. „Aber Genauigk eit geht natürlich immer vor Schnelligkeit“, fügte Thiel hinzu. Er sprach sich trotz der Corona-Pandemie dagegen aus, die Bundestagswahl als reine Briefwahl abzuhalten. „Von einer reinen Briefwahl halte ich wenig“, sagte er. Die Urnenwahl sollte der Regelfall sein.
„Die Briefwahl ist ein akzeptierter zweiter Weg, bei dem aber immer ein Restrisiko bleibt: Kommt der Stimmzettel auch wirklich an? Hat der Wähler, hat die Wählerin auch selbst gewählt“, so der Bundeswahlleiter. Natürlich sei es ihm lieber, wenn Menschen per Brief abstimmten als gar nicht.
„Noch lieber ist es mir aber, sie kommen am Wahltag ins Wahllokal.“ Er glaube nicht, dass eine reine Briefwahl bei der Bundestagswahl nötig sein werde, sagte Thiel.
„Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen haben wir gerade gesehen, dass eine Wahl auch unter Pandemiebedingungen problemlos und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften abgehalten werden kann. Ich wüsste nicht, warum wir bei einer Bundestagswahl ausschließlich auf Briefwahl setzen sollten.“
Am Ende müsse der Gesetzgeber entscheiden, auf welchem Weg die Wahl abgehalten werden soll, so der Bundeswahlleiter, der auch Chef des Statistischen Bundesamtes ist. „Aber die Briefwahl bleibt ein Kompromiss zwischen der Sicherheit einer Wahl und der Wahlbeteiligung. Dessen muss man sich klar sein.“ (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


Berlin- Laut Bundeswahlleiter Georg Thiel hat es bislang keine Unregelmäßigkeiten im Ablauf der Briefwahl mit Einfluss auf das Wahlergebnis zur Bundestagswahl gegeben. ...
Berlin – Im Streit um die Wahlrechtsreform des Bundestages hat der Bundeswahlleiter der Annahme widersprochen, für eine Verringerung der Wahlkreise sei es ...
Südpfalz – Für die in sechs Wochen stattfindende Landtagswahl wird es keine reine Briefwahl geben. Der Landeswahlleiter hat die für die jeweiligen ...
Berlin – Bundeswahlleiter Georg Thiel hat eine einheitliche Regelung für den Umgang mit Maskenverweigerern in Wahllokalen gefordert. „Ich bin der Ansicht, dass ...
Wiesbaden – Bundeswahlleiter Georg Thiel sieht sich gut gerüstet, Cyberangriffe auf die Bundestagswahl am 26. September abwehren zu können. Thiel, der auch ...
Berlin – Das Wahl-Chaos in Berlin hat nun auch Bundeswahlleiter Georg Thiel alarmiert. Er sei sehr verärgert über die Vorgänge, heißt es ...
Bad Dürkheim. Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld ruft die Bürger im Landkreis Bad Dürkheim auf, bei der anstehenden Landtagswahl von der Briefwahl Gebrauch zu ...
Wiesbaden – Bundeswahlleiter Georg Thiel sieht in der falschen Stimmzettel-Faltung von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet keine Wählerbeeinflussung. „Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie ...
Wiesbaden – Bundeswahlleiter Dieter Sarreither rechnet damit, dass Hacker versuchen werden, die Bundestagswahl durch Angriffe auf sein Verwaltungsnetz zu stören. „Wir bereiten ...
Wiesbaden – Rund 90 Parteien wollen an der Bundestagswahl in fast genau drei Monaten teilnehmen. Bis zum Ablauf der Einreichungsfrist am Montag ...














