
Warnschild auf Gelände von künftiger Tesla-Fabrik.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Grünheide – Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) rechnet weiterhin mit einem baldigen Starttermin für die Bauarbeiten der Tesla-Fabrik in Grünheide.
Der Spatenstich solle „hoffentlich schon um Ostern herum“ erfolgen, sagte Steinbach der Wochenzeitung „Die Zeit“. Zuvor war von einem Baubeginn noch im März die Rede gewesen.
Steinbach verteidigte zudem die Ansiedlung. Er sehe Batteriefahrzeuge als „Übergangstechnologie“ für die nächsten 20 Jahre. „Die Wertschöpfung, die Brandenburg so lange entsteht, kann nur eine Gewinnstory werden.“
Umweltschutzbedenken werden von der Landesregierung nicht ignoriert, so Steinbach. „Wir haben Gesetze und Grenzwerte. Wenn Tesla die nicht einhält, gibt es keine faulen Kompromisse. Keine Lex Tesla.“
Auch die Wasserversorgung, die einige Bürgerinitiativen bedroht sehen, werde sichergestellt. „Ich bestreite die Engpässe beim Wasserverbrauch gar nicht, aber es wird ein Generalverdacht gegenüber den Behörden ausgesprochen, dass sie das Problem zugunsten von Tesla ignorieren und die wirtschaftlichen Vorteile gegen Umweltschutz abwägen. Dagegen verwahre ich mich: Das tun die Behörden nicht.“
Grundsätzlich gehen Steinbach zufolge Großprojekte in Deutschland zu langsam voran. „Wir müssen besser werden. Denken Sie nur an den Ausbau von Windkraftanlagen oder Stromnetzen – über die Uckermarkleitung wird seit 2006 diskutiert. Da ist es gut, dass jetzt ein Ruck durch Brandenburg geht. Wir wollen nicht mehr bemitleidet, sondern beneidet werden.“ (dts Nachrichtenagentur)

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