Sonntag 10.Mai 2026

Böhl-Iggelheim: Weitere Details zu Messerangriff – Mutter erstochen, verletzte Geschwister setzen Notruf ab

24. Februar 2026 | Kategorie: Rhein-Pfalz-Kreis

Symbolbild: Pfalz-Express

Böhl-Iggelheim – Nach einer tödlichen Messerattacke in der Nacht zum Montag dauern die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei weiter an.

Ein 28-Jähriger soll in einem Wohnhaus in Böhl-Iggelheim mehrere Familienmitglieder angegriffen haben. Seine 64-jährige Mutter starb, seine Geschwister wurden verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen griff der Tatverdächtige am frühen Montagmorgen (23. Februar 2026) seine 36-jährige Schwester, seinen 35-jährigen Bruder und seine 64-jährige Mutter mit einem Messer an. Die Schwester wurde leicht verletzt, der Bruder schwer. Die Mutter erlitt tödliche Verletzungen.

Polizei schießt auf Tatverdächtigen

Kurz nach Mitternacht setzte die Schwester einen Notruf ab. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später am Tatort eintrafen, waren die Schwester und der schwer verletzte Bruder bereits aus dem Haus geflüchtet.

Beim Betreten des Hauses trafen die Beamten im Eingangsbereich auf den 28-Jährigen. Er soll dort weiter mit einem Messer auf seine am Boden liegende Mutter eingestochen haben. Die Polizisten forderten ihn mehrfach auf, die Waffe fallen zu lassen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, gaben sie nach Androhung von Schusswaffengebrauch Schüsse auf den 28-Jährigen ab, um den Angriff zu beenden. Dabei wurde er schwer verletzt. Er befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.

Haftbefehl wegen Totschlags

Am Dienstag (24. Februar 2026) wurde der Tatverdächtige im Krankenhaus einem Haftrichter vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erlassenen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags, setzte ihn in Vollzug und ordnete Haftfortdauer an.

Der Beschuldigte äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Bis zu seiner Verlegung in eine Justizvollzugsanstalt wird er im Krankenhaus von Justizbeamten bewacht.

Obduktion: Opfer verblutete

Ebenfalls am Dienstag wurde der Leichnam der 64-Jährigen im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz obduziert. Nach dem vorläufigen Ergebnis erlitt das Opfer multiple Stich- und Schnittverletzungen. Als Todesursache gilt der durch die Verletzungen verursachte massive Blutverlust.

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