
Foto: Evertz Pharma GmbH
Kleine, raue Pickelchen an den Oberarmen, die sich anfühlen wie Schmirgelpapier, deuten auf Reibeisenhaut hin. Sie betrifft schätzungsweise 40 Prozent der Erwachsenen und einen noch größeren Teil der Jugendlichen. Viele haben schon unzählige Bodylotions und Peelings ausprobiert, oft ohne wirklichen Erfolg. Eine Creme, die in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren bekannt geworden ist, ist die Hefesalbe. Inzwischen gibt es mehrere Produkte mit ähnlichen Namen, und im Internet kursieren sogar Anleitungen zum Selbermachen. Dieser Artikel klärt, was die Hefesalbe ist, woran man das originale Produkt erkennt und worauf man bei einer Pflege gegen Reibeisenhaut achten sollte.
Was ist die Hefesalbe?
Die Hefesalbe ist eine Körperpflege zur Anwendung bei Reibeisenhaut, medizinisch Keratosis pilaris genannt. Sie wurde 2023 von der Evertz Pharma GmbH unter der Marke Biovolen eingeführt.
Bei Reibeisenhaut bildet die Haut rund um die Haarfollikel zu viel Keratin. Es sammelt sich als harter Pfropf in der Pore, die Haut verdickt sich, und es entstehen die typischen Pickelchen. Die Hefesalbe enthält ein Extrakt aus Aktiv-Hefe und soll zusammen mit Milchsäure und Bernsteinsäure keratolytisch wirken, also die verhärteten Keratinpfropfen schrittweise aufweichen, statt sie mechanisch abzutragen.
Welche Hefesalbe ist das Original?
Viele Menschen wünschen sich bei einer qualitativ hochwertigen Hautpflege das originale Produkt. Diese überprüfbaren Fakten helfen bei der Einordnung:
- Hersteller: Entwickelt und hergestellt wird die Biovolen Aktiv Hefesalbe von der Evertz Pharma GmbH in Frankfurt am Main, Handelsregister HRB 109466.
- Markteinführung: Eingeführt wurde die Biovolen Hefesalbe im Jahr 2023. In Google Trends kann man sehen, dass nach dem Begriff „Hefesalbe” erst seit diese Zeitpunkt gesucht wird.
- Marken: Die Dachmarke „Biovolen” ist seit August 2019 beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Die Hefesalbe ist zusätzlich als dreidimensionale Marke geschützt.
- Pharmazentralnummer: In deutschen Apotheken ist das Original unter der PZN 18898792 gelistet.
Wer sich ausführlicher informieren möchte, findet alle Angaben zu Herkunft, Marken und Zusammensetzung in der Produktinformation des Herstellers zur Biovolen Aktiv Hefesalbe.
Kann man Hefesalbe selber machen?
In Foren und auf Social Media finden sich Anleitungen, Hefesalbe aus frischer Backhefe, Quark oder Öl selbst anzurühren. Davon ist aber abzuraten, und zwar aus mehreren Gründen.
Backhefe aus dem Supermarkt ist ein Lebensmittel und nicht für die Anwendung auf der Haut gedacht. Ihre Zellwände sind intakt, sodass die Inhaltsstoffe gar nicht für die Haut verfügbar sind. In der Hefesalbe wird dagegen ein speziell gewonnenes Extrakt verwendet, das in einem mehrstufigen Verfahren aufgeschlossen wird, sodass es auf der Haut auch wirken kann. Hinzu kommen die keratolytischen Säuren, die in der richtigen Konzentration dosiert sein müssen, um wirksam und gleichzeitig verträglich zu sein.
Selbst gemischte Rezepturen haben zudem keine Konservierung. In einer feuchten Mischung aus Hefe und Milchprodukten können sich schnell Keime vermehren, was die Haut eher verschlimmern kann.
Was kann eine Creme bei Reibeisenhaut bewirken?
Reibeisenhaut ist meist genetisch bedingt. Eine vollständige Heilung ist deshalb in der Regel nicht möglich. Eine gute Creme kann aber die Verhornungen aufweichen, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und so das Hautbild spürbar weicher und glatter machen. Viele Betroffene bemerken nach einigen Wochen regelmäßiger Anwendung eine deutliche Verbesserung. Wer die Pflege absetzt, muss damit rechnen, dass die Knötchen nach einiger Zeit wiederkommen.
Wichtig ist auch, aggressive Peelings, Bürsten oder starkes Reiben der Haut zu vermeiden. Die ohnehin gestressten Haarfollikel können dadurch Rötungen und Entzündungen sogar noch verstärken.
Worauf sollte man bei einer Pflege gegen Reibeisenhaut achten?
Oft holt man sich euphorisch eine Hautcreme und ist dann enttäuscht, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Um die Enttäuschung in Zukunft gering zu halten, sollte man bei der Wahl einer Creme gegen Reibeisenhaut auf Folgendes achten:
Keratolytische Wirkstoffe
Eine Pflege gegen Reibeisenhaut sollte Wirkstoffe enthalten, die Verhornungen lösen können. Empfohlen werden Milchsäure, Harnstoff oder Salicylsäure. Reine Feuchtigkeitscremes reichen meist nicht aus.
Feuchtigkeit und Barriereschutz
Trockene Haut verstärkt Reibeisenhaut. Pflanzenöle und feuchtigkeitsbindende Stoffe stärken die Hautschutzbarriere und halten die Haut geschmeidig.
Sanfte statt mechanische Wirkung
Produkte, welche die Haut chemisch aufweichen, sind besser verträglich als grobe Peelings, die die Haut aufreiben.
Geprüfte Hautverträglichkeit
Da die Pflege über längere Zeit großflächig angewendet wird, sollte die Hautverträglichkeit geprüft und bestätigt sein.
Ausreichende Menge
Oberarme, Oberschenkel und Gesäß sind große Flächen. Eine Packung sollte für mehrere Wochen täglicher Anwendung reichen.
Ehrliche Aussagen
Ein Produkt, das Reibeisenhaut „für immer heilt”, verspricht mehr, als möglich ist.
Wie schneidet die originale Hefesalbe ab?
Im Vergleich mit den oben genannten Kriterien kann die Biovolen Hefesalbe bei folgenden Punkten überzeugen:
- Wirkstoffe: Hefe-Extrakt aus Saccharomyces cerevisiae, kombiniert mit Milchsäure, Bernsteinsäure und Beta-Glucan.
- Pflege: Bio-Öle aus Jojoba, Sheabutter, Argan, Avocado und Sonnenblume sowie Vitamin E.
- Menge: Großer 200 Milliliter Tiegel, laut Hersteller ausreichend für rund drei Monate.
- Verträglichkeit: Die Hautverträglichkeit wurde vom unabhängigen Institut DermaTest geprüft und bestätigt.
- Verzicht: Die Hefesalbe ist vegan, ohne Silikone, Alkohol und Mikroplastik.
- Herstellung: Produziert wird die Biovolen Hefesalbe in Deutschland nach der Qualitätsnorm ISO 13485.
Der Hersteller empfiehlt die Anwendung ein- bis zweimal täglich, am besten direkt nach dem Duschen auf die noch aufgeweichte Haut auftragen. Erste Veränderungen sieht man bei den meisten Anwendern nach zwei bis vier Wochen.
Gibt es Alternativen zur Biovolen Hefesalbe?
Seit die Biovolen Hefesalbe bekannt geworden ist, sind weitere Produkte mit Hefe-Wirkstoff oder ähnlichen Namen erschienen. Ein Vergleich lohnt sich hierbei:
Die Kennzeichen des Originals
Beim Original wird das Hefe-Extrakt im eigens entwickelten Phyto-Lyse®-Verfahren aufbereitet und mit keratolytischen Säuren kombiniert. Die Salbe wird in Deutschland hergestellt, ihre Hautverträglichkeit ist geprüft und bestätigt, und Marken sowie Pharmazentralnummer machen die Herkunft nachvollziehbar.
Sicher online einkaufen
Alle Kosmetika, die regulär in der EU verkauft werden, müssen die Anforderungen der EU-Kosmetikverordnung erfüllen, einschließlich Sicherheitsbewertung und einer verantwortlichen Person mit Anschrift in der EU. Bei Direktbestellungen über internationale Marktplätze aus Ländern außerhalb der EU ist das nicht immer gesichert. Gerade bei Produkten mit Säuren kommt es auf eine kontrollierte Konzentration an.
Hilfreiche Anhaltspunkte beim Kauf:
- verantwortliche Person mit EU-Anschrift auf der Verpackung
- vollständige Inhaltsstoffliste
- Kauf in der Apotheke oder im Hersteller-Shop
- Pharmazentralnummer
Wo gibt es die Original-Hefesalbe?
- In der Apotheke vor Ort ist sie rezeptfrei unter der PZN 18898792 erhältlich, bei Bedarf meist innerhalb weniger Stunden lieferbar. Auch in zahlreichen Online-Apotheken ist die Salbe verfügbar.
- Im offiziellen Online-Shop des Herstellers über hefesalbe.de gilt eine 30-Tage Geld-zurück-Garantie, auch bei bereits geöffnetem Tiegel.
Fazit
Wer nach der besten Hefesalbe sucht, sollte auf einige Fakten achten. Das originale Produkt ist die Biovolen Aktiv Hefesalbe der Evertz Pharma GmbH, eingeführt 2023, als Marke eingetragen und unter der PZN 18898792 in Apotheken erhältlich. Ihr Hefe-Extrakt wird im geschützten Phyto-Lyse®-Verfahren aufbereitet und mit keratolytischen Säuren kombiniert, die Verhornungen sanft aufweichen können. Von selbstgemachten Mischungen aus Backhefe ist abzuraten.

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